Erster Heimsieg für Urnäscher
Fussball. Die Urnäscher landen gegen Fortuna SG den ersten Heimsieg in der vierten Liga.
Bericht FC Urnäsch – FC Fortuna SG 3:1
Nach der 6:0 Startschlappe auswärts gegen den FC Teufen rehabilitierten sich die Urnäscher mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Die wetterfesten Zuschauer bekamen eine abwechslungsreiche, umkämpfte und grösstenteils zerfahrene Partie zu sehen.
Auf dem tiefen, schweren Boden bekundeten beide Mannschaften im Spielaufbau, wobei es den Urnäschern besser gelang ins Spiel zu finden. Von Beginn weg versuchte man, das Spielgeschehen in die Hand zu nehmen, was auch zu gelingen schien. Die ersten Minuten gehörten klar den Gastgebern und bereits in den Startminuten verzeichnete man die ersten, verheissungsvollen Szenen. Troccoli war es denn auch, der nach einem Freistoss den Zweikampf in der Luft für sich entscheiden konnte und den Abpraller knallhart zwischen den Beinen des zu Beginn unsicher wirkenden Gästekeepers unterbrachte.
Urnäsch versuchte nachzusetzen und die Gäste fanden in den ersten zwanzig Minuten kein Rezept gegen die gut organisierte Urnäscher Defensive. Beide Mannschaften suchten immer wieder mit weiten Bällen die eigenen Sturmspitzen, was bei Regen nicht immer die beste Variante war. Zu nervös wirkten beide Mannschaften und keine der Beiden konnte den Ball über mehrere Stationen in den eigenen Reihen halten. Kick and Rush war das Motto, den Ball möglichst weit weg vom eigenen Tor, dabei wäre genau ein gepflegtes Kurzpassspiel das richtig Rezept gewesen.
Fortuna liess immer wieder die eigenen technischen Fähigkeiten aufblitzen und man schaffte es immer wieder, Eggenberger zu fordern, jedoch nicht zu überwinden. Den Urnäschern musste man den Vorwurf machen, dass Sie es nicht schafften den Vorsprung zu erhöhen. Thomas Gülünay, Simon Schwarz und auch Patrick Troccoli scheiterten alleine vor dem glänzend reagierenden Gästekeeper, und auch Troccolis Freistoss fand den Weg an die Latte und nicht ins Tor. Die Angst vor dem Gegentreffer war förmlich zu spüren, doch die Hinterländer konnten sich immer wieder geschickt von einer allfälligen Umklammerung lösen und man brachte die 1:0 Führung unbeschadet in die Pause.
Die zweite Halbzeit hätte an sich nicht besser lanciert werden können, denn bereits der erste Angriff bescherte den Urnäschern nach einem Handspiel einen Penalty. Nuri Gülünay übernahm die Verantwortung, scheiterte aber auch am wiederum am Gästekeeper, welcher seine Mannschaft im Spiel hielt. Es war der Knick im Urnäscher Spiel und Fortuna versuchte die Unsicherheit zu nutzen. Urnäsch liess sich immer mehr in die eigene Hälfte zurückdrängen, was den Gegner stärkte.
Der Ausgleichstreffer nach einem Fehler in der Urnäscher Abwehr war die logische Konsequenz, denn Urnäsch musste man den Vorwurf machen sich in der eigenen Hälfte einzuigeln. Fortuna agierte zu überhastet und eröffnete den Urnäschern im Gegenzug beste Konterchancen, welche allesamt ungenutzt blieben. Es schien, als wolle jeder die Verantwortung abschieben, denn die Kombinationen bis vor das Tor passten mittlerweile.
Urnäsch gelang doch noch die längst fällige Führung nach einen gewonnen Zweikampf Troccolis, denn sein Schuss wurde dermassen unglücklich abgefälscht, dass niemand mehr den Führungstreffer auf Seiten der St. Galler verhindern konnte. Für Urnäsch kam es noch besser, denn nach einer der wenigen zusammenhängenden Kombinationen schloss Ammann ab zum 3:1 Siegtreffer.
Urnäsch muss sich vorwerfen lassen, dass man zu grosszügig mit den Chancen umgegangen ist, auf der anderen Seite immer wieder an den Sieg geglaubt und diesen auch mehr als verdient hat.



























