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Erstellung und Betrieb einer Holzschnitzelhalle

Teufen. Die Gemeinde baut und betreibt gemeinsam mit den Gemeinden Gais, Speicher und Trogen eine Holzschnitzelhalle im Steineggwald.

Die Förderung von einheimischem Holz als Co2 neutralem Energieträger ist angesichts des drohenden Klimawandels und der steigenden Ölpreise ein Anliegen der Öffentlichkeit. Die Gemeinden Teufen, Speicher, Trogen und Gais betreiben deshalb in ihren Gemeinden mit Holzschnitzel beheizte Wärmeverbundanlagen. Mehrere Anlagen sind bereits in Betrieb, weitere im Bau, zusätzliche sind geplant. Durch den erhöhten Schnitzelbedarf stösst die Versorgung der Anlagen mit waldfrischem Heizmaterial in den Wintermonaten an Grenzen. Zudem hat es sich gezeigt, dass die bei Verwendung von Grünschnitzeln bei den Heizungskaminen entstehenden Dampffahnen, von Teilen der Bevölkerung fälschlicherweise als schädliche Immissionen verstanden werden. Die Verwendung von getrockneten Schnitzeln führt auch zu weniger Störungen bei den automatischen Beschickungsanlagen und reduziert zudem die Geruchsimmissionen in den Siloanlagen.

Um die Versorgungssicherheit zu garantieren und die «optischen» Immissionen zu reduzieren, möchten die Betreiber der Anlagen mit getrockneten Schnitzeln beliefert werden. Die Forstbetriebe sollten deshalb über eine genügend grosse Lagerhalle an einem geeigneten Standort verfügen. Die getroffenen Abklärungen durch Revierförster, Oberforstamt und Gemeindepräsidenten haben ergeben, dass beim ehemaligen Munitionsmagazin im Steineggwald ein geeigneter Standort zur Verfügung stehen würde.

Kosten
Um einen Schnitzelvorrat in genügender Menge bereithalten zu können, ist eine Lagerkapazität von rund 5’000 Kubikmeter notwendig. Dies ergibt eine Halle von beträchtlichen Ausmassen. Vorgesehen ist eine auf drei Seiten geschlossene Konstruktion aus Beton und Holz mit Pultdach. (Ausmasse: Länge 45 Meter, Breite 18 Meter, Höhe vorne 9,2 Meter)

Trotz des relativ ebenen, nur leicht abschüssigen Geländes sind aus statischen Gründen aufwendige Anpassungsarbeiten notwendig. Der Hallenboden und der ganze Vorplatz sind mit einem Hartbelag zu versehen. Nur so kann garantiert werden, dass das Schnitzelgut nicht durch Fremdkörper (Steine, Kies) verunreinigt wird und dadurch Folgeschäden entstehen. Ein gut befestigter Untergrund garantiert auch die Arbeits- und Liefersicherheit bei nasser Witterung, die Schneeräumung kann einfacher durchgeführt werden und die zwangsläufig eingesetzten schweren Geräte verursachen keine Schäden.

Die Kosten setzen sich wie folgt zusammen:
– Vorbereitungsarbeiten: Kostenvoranschlag 53 000 Franken
– Gebäude: Kostenvoranschlag 498 000
– Umgebung: Kostenvoranschlag 190 000
– Baunebenkosten: Kostenvoranschlag 2000

Gesamttotal für vier Gemeinden: Kostenvoranschlag 743 000

Der Kostenanteil der Gemeinde Teufen beträgt 31.93 Prozent beziehungsweise 237 223 Franken. der Kostenteiler basiert auf den Faktoren «Forstflächen» und «bestehende und geplante Anschlussleistungen der Schnitzelheizungen».

Die Gemeinderäte der beteiligten Gemeinden Gais, Speicher, Trogen und Teufen haben sich im vergangenen Herbst grundsätzlich für den Bau einer gemeinsamen Schnitzelhalle im Steineggwald entschieden und die entsprechenden Kosten in die Investitionsbudget 2008 aufgenommen (Gemeinde Teufen 200 000 Franken).

Der Gemeinderat stimmt der regionalen Zusammenarbeit zu und hat den Vertrag zwischen den Gemeinden Gais, Speicher, Trogen und Teufen über den Bau und Betrieb einer Lagerhalle für Holzschnitzel im Steineggwald mit einer Kostenbeteiligung von 237 223 Franken genehmigt. Gemäss Art. 8 lit. b) Gemeindeordnung unterliegen neue, einmalige Ausgaben von 100 000 Franken bis 300 000 Franken dem fakultativen Referendum. Wenn wenigstens 100 Stimmberechtigte innert 30 Tagen es schriftlich verlangen, ist eine entsprechende Vorlage zur Abstimmung zu bringen. Das Referendumsinserat erscheint zu einem späteren Zeitpunkt wenn die Zustimmung der anderen Gemeinderäte vorliegt.

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 06.02.2008 - 16:51:00