Erste-Hilfekurse bei den SAK
Jährlich sterben rund 7'500 Personen in der Schweiz am plötzlichen Herztod - die Tendenz ist steigend.
Mit den richtigen Erste-Hilfe-Massnahmen kann einer Herzrhythmusstörung entgegengewirkt werden. Die St. Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke AG (SAK) bieten ihren rund 260 Mitarbeitern jährlich einen Erste Hilfekurs an. Der richtige Einsatz eines Defibrillators steht 2008 im Mittelpunkt der Ausbildung.
«Die meisten kennen Erste-Hilfemassnahmen. Doch im Ernstfall trauen sich die wenigsten, das Gelernte umzusetzen und aktive Hilfe zu leisten», erklärt Wolfram Schuhwerk, Geschäftführer und Kursleiter des Rea 2000 (Reanimations-Trainings-Center des Kantonsspitals St. Gallen).
Viele hätten Angst etwas falsch zu machen. Dabei sei der grösste Fehler nichts zu machen. Die ersten vier Minuten bei einem Herz-Kreislaufstillstand sind entscheidend. Wird nicht sofort mit den Basismassnahmen begonnen, kann auch der Rettungsdienst häufig später nicht mehr helfen.
Ein Defibrillator alleine rettet kein Leben
An vielen öffentlichen Orten sind heute Defibrillatoren angebracht. Diese Geräte können durch gezielte Stromstösse Herzrhythmusstörungen beenden. Sie gelten als Unterstützung zu den bekannten Basismassnahmen wie dem Beatmen und der Thoraxkompression.
Genauso wichtig wie die Anschaffung eines solchen Defibrillators ist aber auch die regelmässige und praxisnahe Schulung. Nur dann können die Erfolgschancen für betroffene Personen erhöht werden. Die SAK haben in den letzten Monaten wichtige Standorte mit Defibrillatoren ausrüsten lassen. Der Einsatz dieses Geräts steht daher im Mittelpunkt des diesjährigen Erste-Hilfekurses für die Mitarbeitenden der SAK.
Seit über 20 Jahren führen die SAK jährlich einen Erste-Hilfekurs durch, der jeweils einen halben Tag dauert und sich verschiedenen Themen, von Elektro- über Badeunfällen bis zu Feuerlöschaktionen widmet. Die Kurse sind für das technische Personal obligatorisch. Fachpersonen des Rea 2000 des Kantonsspitals St. Gallen und weiterer Institutionen, vermitteln die wichtigsten theoretischen Grundlagen und bieten anschliessend Gelegenheit, praktisch vor Ort zu üben.
Auch Mitarbeitende von anderen Elektrizitätswerken sowie Mitarbeitende aus dem administrativen Bereich sind an diesen Kursen willkommen. «Wir wollen unseren Mitarbeitenden Sicherheit geben, dass sie im Ernstfall die wichtigsten Erste-Hilfemassnahmen anwenden können. Diese jährliche Repetition ist für alle eine Bereicherung und schafft Routine, denn auch in der Freizeit kann es zu Unfällen kommen», betont Reinhard Künzler, Leiter Personal der SAK.



























