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Erfolgreicher Start für «ROKJ»

Thurgau. Das Projekt «Rotary unterstützt Kinder und Jugendliche» stösst auf grosse Resonanz. Innerhalb von vier Monaten wurden bereits 40 Gesuche eingereicht.

Das im November 2008 lancierte Projekt «ROKJ» (Rotary unterstützt Kinder und Jugendliche) stösst auf grosse Resonanz. Innerhalb von vier Monaten wurden über 40 Gesuche eingereicht und zum grössten Teil auch bewilligt. Der Erfolg des Projekts zeigt, dass Kinderarmut eine Tatsache iin der Region ist.

Gemäss einer Studie leben im Thurgau rund 6’000 Kinder und Jugendliche in wirtschaftlich unterversorgten Verhältnissen, und davon wird nur rund ein Drittel durch die Sozialhilfe unterstützt. Dieser erschreckende Missstand hat die elf Rotary- und Inner Wheel-Clubs der Region dazu veranlasst, das Projekt «ROKJ» zu lancieren. Gemeinsam wollen sie wirtschaftlich und sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche unterstützen und einen Beitrag zu deren Integration in die Gesellschaft leisten.

Bereits kleinere Beträge für Sport-, Musik- oder Schulaktivitäten der Kinder können für die betroffenen Eltern zum Problem werden. So schreibt eine alleinerziehende Mutter von vier Kindern im Hinblick auf den Elternbeitrag an das Schulwintersportlager: «Da ich alleinerziehend bin, reicht das Geld nicht, um den Kindern solche Sachen zu ermöglichen.» Da pro juventute in diesem Fall nicht helfen konnte, hat «ROKJ» die Kosten für die Miete der Snowboardausrüstung übernommen und dem Kind zu einem für die Integration und Entwicklung wichtigen Erlebnis verhelfen können.

Der Schwerpunkt der Hilfe ist die Frühprävention, es geht also nicht nur um Armutsbekämpfung, sondern um präventive und nachhaltige Unterstützung der Kinder und Jugendlichen. Auch praktische Unterstützung im Bereich Mentoring/Coaching wurde bereits vermittelt, denn das grosse Netzwerk der Mitglieder von Rotary und Inner Wheel soll genutzt werden.

In Zusammenarbeit mit den lokalen Hilfswerken Caritas, HEKS und Winterhilfe wurde ein unbürokratisches und effizientes Verfahren zur Gesuchsabwicklung entwickelt, sodass im Idealfall innert 24 Stunden über ein Gesuch entschieden werden kann. Sowohl Privatpersonen als auch Institutionen können ein Gesuch zur Unterstützung einreichen.

Jährlich stehen für das Projekt rund 100’000 Franken zur Verfügung, wovon die Hälfte durch die involvierten Clubs finanziert wird. Der Rest wird durch Spenden und Benefizveranstaltungen generiert, wie zum Beispiel das Wiler Interclub-Meeting am 5. März oder der öffentliche Benefiz-Anlass «Blütennacht», welcher am 21. März im Casino Frauenfeld stattfindet. Des Weiteren organisiert der Inner Wheel Club Frauenfeld am 9. Mai beim Sämannsbrunnen in Frauenfeld einen Markstand zugunsten von «ROKJ».

Erfreulicherweise stösst «ROKJ» auch ausserhalb der Region auf positive Resonanz. Sowohl die Rotary
Clubs Zürcher Unterland und Winterthur-Kyburg als auch der RC Bad Ragaz planen, das Projekt zu übernehmen und in ihrer Region umzusetzen.

Mehr Informationen zu ROKJ sowie das Gesuchsformular sind auf der Internetseite www.rokj.ch erhältlich.

ThurgauThurgau / 27.02.2009 - 15:38:14