Erfolgreicher Abschluss und zugleich hoher Finanzbedarf
SG. Die Schweizerische Südostbahn AG verzeichnet das erfolgreichste Geschäftsjahr in ihrer Geschichte.
Die steigende Nachfrage nach Verkehrsdienstleistungen verlangt aber nach zusätzlichen Investitionen, um den Anforderungen an Effizienz, Qualität und Kundenzufriedenheit nachkommen zu können.
Die Schweizerische Südostbahn AG kann auf das finanziell erfolgreichste Jahr in ihrer Geschichte zurückblicken. Sie schliesst mit einem Betriebserfolg von CHF 5’340’063 und einem Jahresgewinn von 5’627’958 Franken ab. Sie kam den Erfordernissen der Kostenreduktion nach und steigerte ihre Leistungen: 12.56 Millionen Personen (2007: 11.9 Mio.) transportierte die SOB 2008 und fuhr dabei 3.35 Millionen Kilometer weit. Im Durchschnitt reiste jeder SOB-Fahrgast 15,17 Kilometer mit der SOB, also etwa von Einsiedeln nach Wädenswil oder von Wattwil nach Degers- heim. Der Personenverkehrsertrag hat gegenüber dem Vorjahr um 8.7 Prozent zugenommen.
Enorme Frequenzen bei Grossanlässen
Der Voralpen-Express, der sich zunehmender Beliebtheit erfreut, ist zeitweise übervoll. Inzwischen müssen fast täglich rund 46 Prozent der fahrplanmässigen Züge mit Zusatzwagen verstärkt werden. Geschieht dies mit alten, nicht klimatisierten Wagen, führt dies verständlicherweise zu Reklamationen der Kundinnen und Kunden. Dies geschah beispielsweise im Juni 2008, als sich Grossanlass an Grossanlass reihte. Rekordwochenende war der 28. /29. Juni mit dem Jodlerfest in Luzern, dem Open Air in St. Gallen, dem Jazzfestival in Rapperswil und dem Kantonalen Turnfest in Herisau.
Angebotsverbesserungen verlangen Ausbau
Die steigende Nachfrage nach Verkehrsdienstleistungen stellt die SOB aber auch vor grosse
Herausforderungen. Die vorgesehene Verdichtung des Angebotes mit der S-Bahn St. Gallen ab
2013 erfordert die Beschaffung zusätzlicher Fahrzeuge. Hinzu kommen bauliche Massnahmen
wie die Erhöhung der Perrons, Bahnhofumbauten, Streckenausbauten etc. mit dem Ziel, den Kundenkomfort zu erhöhen, die Zugfolgezeiten zu verkürzen und die betrieblichen Abläufe zu
verbessern.
Qualität im Fokus
Die Qualität in den Bereichen Sauberkeit, Pünktlichkeit, Sicherheit und Kundeninformation ist weiter verbessert worden, wie eine SOB-Fahrgastumfrage zu den FLIRT-Zügen sowie die Ergebnisse der Kundenzufriedenheitsanalyse des Tarifverbundes OSTWIND bestätigen. Markante Verbesserungen gegenüber der Kundenzufriedenheitsanalyse von 2005 haben die Kundinnen und Kunden beim Fahrkomfort der neuen Fahrzeuge festgestellt.
Trotz kontinuierlicher Qualitätsverbesserungen und Effizienzsteigerung ist die Abgeltung im regionalen Personenverkehr ohne Kapitalkosten der neuen FLIRTS tiefer als 2001, obwohl die gefahrenen Zugkilometer um rund sieben Prozent gestiegen sind.



























