Er hatte sie in seiner Gewalt
St.Gallen. Neueste Erkenntnisse beweisen: Urs Hans von Aesch hatte Ylenia in seiner Gewalt. Alle ihre Kleider befanden sich im aufgefundenen Rucksack.
Wie Vertreter der Kantonspolizei St.Gallen und Appenzell Innerrhoden heute nachmittag bekannt gaben, hat die Auswertung der aufgefundenen Spuren ergeben, dass Urs Hans von Aesch, der mutmassliche Entführer der kleinen Ylenia Lenhard, Kontakt hatte mit dem Velohelm, dem Kickboard und dem Rucksack des Mädchens. Die Kleider von Ylenia, die sie beim Verschwinden getragen hatte, wurden vollständig und sauber verstaut in ihrem Rucksack aufgefunden; sie trägt nun also nachweislich keine Kleider mehr. Aufgrund der neuen Erkenntnisse muss nun definitiv vom Schlimmsten ausgegangen werden. Die Suche nach Ylenia geht mit allen verfügbaren Einsatzkräften weiter.
Die Polizei hat zudem ein immer genaueres Bewegungsbild des Kastenwagens, in dem sich von Aesch fortbewegte. Nach wie vor sei man aber diesbezüglich auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. Aufgrund der Sichtungen des mutmasslichen Täters geht die Polizei nicht von einer spontanen Handlung, sondern von einer geplanten Tat aus. Man müsse zudem davon ausgehen, dass sich Ylenia tatsächlich in von Aeschs Auto befunden habe, die Auswertung sei jedoch noch nicht vollständig.
Nach wie vor gibt es keine Hinweise auf einen weiteren Tatbeteiligten. Auch fehlt noch jede Spur auf die zweite Waffe, mit der von Aesch auf einen Waldspaziergänger geschossen hatte. Die Polizei stellte im Kastenwagen Bilder sicher, auf deren Inhalt nicht im Detail eingegangen wurde. Offensichtlich stehen die Abbildungen zum Teil mit Appenzell in Verbindung; Ylenia sei aber auf keinem der Bilder sichtbar.
Die Suche nach dem Mädchen geht unvermindert weiter. Morgen sollen wiederum 120 Leute eingesetzt werden, am Mittwoch werden mit Unterstützung der Armee insgesamt 150 Einsatzkräfte suchen.
Bilder von der Pressekonferenz in St.Gallen



























