Entwarnung in Wolfhalden: Raiffeisenbank bleibt

Wolfhalden/AR. Die am 3. November erfolgende Eröffnung des Raiffeisenbank-Neubaus in Heiden führt nicht zur oft befürchteten Schliessung der Geschäftsstelle in Wolfhalden. Diesbezüglich kann Entwarnung gegeben werden.

Im Herbst 1999 und damit genau vor zehn Jahren wurde im Ortszentrum von Wolfhalden eine von Annegreth Wiesendanger geführte Geschäftsstelle der Vorderländer Raiffeisenbank eröffnet. Raiffeisen trat damit die Nachfolge der 1845 gegründeten Sparkasse Wolfhalden an.

Kein Verkauf an die Kantonalbank
Die 164jährige Geschichte der örtlichen, von Pfarrer Daniel Zürcher und Gleichgesinnten ins Leben gerufenen Kleinbank ist wechselvoll. 1978 beispielsweise interessierte sich die Appenzell-Ausserrhodische Kantonalbank für die Sparkasse, was zu einer Urnenabstimmung führte. Mit nur einer Gegenstimme entschied sich die Stimmbürgerschaft gegen den Verkauf an die Kantonalbank, was zu einem starken Ausbau der Sparkasse Wolfhalden führte.

Zweigstellen in Reute, Schachen und Lutzenberg
1994 fusionierte die Sparkasse Wolfhalden mit derjenigen von Reute, und schon bald konnten in den Postbüros von Reute-Dorf und später Reute-Schachen Bankgeschäfte getätigt werden. Später stiess auch Lutzenberg zum Netz der Sparkasse-Zweigstellen. Per Ende 1998 wurde eine Bilanzsumme von 67 Millionen Franken ausgewiesen.

Verkauf an die Raiba Heiden
Die längerfristig als zu schmal beurteilte Ertragslage sowie laufend kostspielige Erneuerungen in den Bereichen EDV und Sicherheit führten 1999 zum Verkauf der Sparkasse Wolfhalden an die Raiba Heiden. «Trotz des Neubaus in Heiden bleibt Wolfhalden ein wichtiger Standort, der sich im verflossenen Jahrzehnt erfreulich entwickelt hat», erklärt Jürg Baumgartner als Vorsitzender der Bankleitung in Heiden. «Befürchtungen einer Schliessung in nächster Zeit sind also total unbegründet.»

Appenzell Ausserrhoden / 29.10.2009 - 10:26:18
Exit mobile version