Enkeltrickbetrügerinnen verhaftet
Winterthur/ZH. Aufgrund polizeilicher Ermittlungen konnten zwei Enkeltrickbetrügerinnen verhaftet werden, die bei einer betagten Frau in Winterthur nach bekanntem Muster 28'000 Franken ertrogen hatten.
Am Donnertagvormittag, 19. Juni, um 11 Uhr meldete sich telefonisch ein Mann bei einer 89-jährigen Frau. Er gab sich als Mann ihrer in Deutschland lebenden Nichte aus. Er schilderte ihr ein momentanes finanzielles Problem mit einem Wohnungskauf. Er müsse deshalb innert einer Stunde eine höhere Anzahlung leisten, sonst gehe der Zuschlag an andere Kaufinteressenten und drängte die Geschädigte ihm Geld zu borgen. Er versprach, dieses bis zum Abend wieder zurück zu zahlen. In weiteren Anrufen erklärte er, dass er mit seinem Fahrzeug in einem Stau steck und er deshalb eine Vertrauensperson zu ihr schicken werde, die das Geld abhole. Sie solle vor der Haustüre auf diese Frau warten. Für die betagte Frau tönte all dies vertrauenswürdig und sie hob 28’000 Franken von ihrem Konto ab. Verabredungsgemäss übergab sie diesen Betrag der signalisierten Abholerin.
Aufgrund der polizeilichen Abklärungen und Ermittlungen konnten durch die Kantonspolizei St. Gallen gleichentags in einem Hotel zwei 23- und 25-jährige Polinnen verhaftet werden. Sie trugen das ergaunerte Geld je zur Hälfte in der gleichen Stückelung auf sich, wie es die Geschädigte ab ihrem Konto bezogen hatte.
Die Kantonspolizei Zürich warnt eindringlich vor Anrufen oder Besuchen der beschriebenen Art und bittet bei verdächtigen Telefonaten um sofortige Meldung an die Polizeinotrufnummer 117. Die Polizei rät allgemein zu erhöhter Vorsicht bei Anrufen beziehungsweise Besuchen von Unbekannten oder von Personen, die sich als vermeintliche Bekannte oder Verwandte ausgeben.



























