«Enkeltrick»-Betrüger ergaunerten 45'000 Franken
Brugg/AG. Dass jederzeit mit «Enkeltrick»-Betrügern gerechnet werden muss, zeigt ein aktueller Fall aus Brugg. So liess sich eine betagte Frau dazu bewegen, 45'000 Franken einer völlig unbekannten Person zu übergeben. Die Kantonspolizei warnt vor diesen raffinierten Betrügern.
Die 79-jährige Frau erhielt am Dienstag, 28. August 2012, gegen Mittag einen Anruf einer Frau. Hochdeutsch sprechend gab sich diese als Bekannte aus und sagte, dass sie im Zusammenhang mit einem Immobilienkauf Geld benötige. Überzeugt davon, die Frau zu kennen, liess sich die Seniorin dazu bewegen, umgehend bei ihrer Bank vorbeizugehen. Dort hob sie 45'000 Franken ab. Wenig später erhielt sie dann einen erneuten Anruf der vermeintlichen Bekannten. Sie sagte nun, dass sie das Geld wegen eines Termins beim Notar nicht selber abholen könne. Daher werde sie eine andere Frau zu ihr schicken. Tatsächlich erschien am Nachmittag eine junge Frau am Wohnort der Seniorin. Dieser übergab sie dann den ganzen Geldbetrag.
Gegen Abend durchschaute die betagte Frau den Betrug und erstattete bei der Kantonspolizei Anzeige. Zu diesem Zeitpunkt waren die Betrüger jedoch bereits über alle Berge.
Die Kantonspolizei warnt vor diesen Betrügern, mit denen jederzeit gerechnet werden muss.
«Enkeltrick»
Die Polizei kennt diese besonders dreiste Betrugsform seit Jahren. Betroffen sind in aller Regel Senioren, deren Gutgläubigkeit und Hilfsbereitschaft schamlos ausgenutzt werden. Hinter den unbekannten Anrufern und den Kurieren stehen bestens organisierte Banden aus Osteuropa. Die Betrüger gehen äusserst raffiniert vor und verstehen es, ihren Opfer mit geschickter Fragestellung Informationen zu entlocken. Damit erschleichen sie schrittweise das Vertrauen der Betroffenen. Während unzählige Anrufe scheitern, kommen die Betrüger offensichtlich immer wieder zum Ziel und ergaunern enorme Geldbeträge.
Die Polizei rät:
Wenn Sie den Verdacht haben, dass sich ein Betrüger als Familienmitglied ausgibt und Sie um Geld bittet, beenden Sie das Telefonat mit einem Vorwand. Rufen Sie umgehend die Polizei (Notruf 117) oder informieren Sie Angehörige, damit sich diese darum kümmern können.
Geben Sie unter keinen Umständen fremden Personen Geld.
Weitere Infos: www.polizei-ag.ch



























