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Energie-Agenten in wichtiger Mission unterwegs

Frauenfeld. 19 Schüler des Haus des Lernens SBW haben im Rahmen einer Projektwoche auf dem Bürogebäude Üetlihof der Credit Suisse in Zürich an einer 70-kWp-Photovoltaikanlage mitgebaut.

Realisiert wurde der solare Grossbau im Rahmen des Jugendsolarprojektes (JSP) von Greenpeace. Am vergangenen Freitag konnte die Anlage eingeweiht werden.

Die Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren arbeiteten unter Anleitung von Fachkräften der Firma BE Netz AG an der solaren Grossanlage, die von der Genossenschaft Solarspar finanziert und betrieben wird. Credit Suisse hat die Dachfläche zur Verfügung gestellt. Der erzeugte Strom – jährlich rund 62 000 kWh – wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Damit können Jahr für Jahr rund 13 Tonnen Kohlendioxid eingespart und ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden.

Für die motivierten Schüler und ihren Lehrer Matthias Vogel war der Bau der Anlage nicht der erste Kontakt mit den regenerativen Energien. Als Energieagenten befassten sie sich bereits mit Einsparmöglichkeiten in Haushalt und Büro und bieten neben Vor-Ort-Abklärungen auch die Mitarbeit bei der Montage von Solaranlagen an. Für ihre Arbeit wurden die Jugendlichen im vergangenen Jahr bereits mit dem Grünen Zweig, einem Umweltpreis des WWF, ausgezeichnet.

Vergangenen Freitag konnte die Anlage unter regem Interesse der Öffentlichkeit eingeweiht werden. Neben Vertretern der Credit Suisse, der Accentus Stiftung, der Genossenschaft Solarspar, des Jugendsolarprojektes und der Installationsfirma BE Netz waren auch die Umweltbeauftragten mehrerer Banken eingeladen. Retze Koen vom Jugendsolarprojekt äusserte den Wunsch, dass nun auch andere Banken nachziehen und ihre Dachflächen zur Verfügung stellen oder noch besser selbst Solaranlagen finanzieren und bauen. Investitionen in Solaranlagen seien Investitionen in die Zukunft und eine Chance für die Banken Nachhaltigkeit real vor Ort zu verwirklichen.

Die 19 Energie-Agenten jedenfalls haben ihre Mission erfüllt. Trotz des teils recht schlechten Wetters konnten fast 20 kWp von den motivierten Schülern installiert werden – genug Strom, um fünf bis sechs Haushalte zu versorgen. «Am meisten Spass hat es gemacht, die Solarmodule zu befestigen und zu verkabeln», waren sich die Schüler einig.

Das Jugendsolarprojekt besteht seit 1998. Mehr als 160 Solaranlagen wurden in dieser Zeit auf Schweizer Dächern unter tatkräftiger Unterstützung von über 10 000 Jugendlichen aus aller Welt installiert. Mit dem Projekt wird das Ziel verfolgt, Jugendliche für die Möglichkeiten der Solarenergie zu sensibilisieren und die Schweiz ein Stückchen umweltfreundlicher zu machen.

ThurgauThurgau / 23.01.2009 - 16:15:00