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Endlich! Erster Saisonsieg für den FC Bühler

Fussball. Der FC Bühler spielte am Sonntag, 18. Oktober, gegen den FC Flawil und durfte das Spielfeld mit einem 1:2-Sieg verlassen.

Nach sieben Niederlagen in Folge reisten die Herren 1 des FC Bühler mit dem klaren Ziel nach Flawil den ersten Dreier einzufahren. Wenn der Letzte gegen den Zweitletzten antritt, redet man von einem 6-Punkte-Spiel. Mit einer engagierten Leistung über 90 Minuten und Toren durch Omerovic und Hermann, gelang dem FCB der ersehnte Befreiungsschlag.

Der FC Bühler war das aktivere Team

Wirft man einen Blick auf die Tabelle, wird schnell klar: Beiden Mannschaften steht das Wasser am Hals. Der FC Bühler nach sieben Niederlagen in Serie nicht gerade mit viel Selbstvertrauen ausgerüstet, versuchte über den Kampf ins Spiel zu kommen. Das tiefe Terrain liess denn auch nichts anderes übrig.
Die Bühlerer begannen sehr gut. Nach 15. Minuten hatte man bereits vier gute Möglichkeiten. Ein heimtückischer Freistoss von Yongaci wurde vom Flawiler Torwart gut pariert. Dann wurde Hermann im letzten Moment, nach einen guten Steilpass von Porras, gestört. Wieder Hermann setzte seinen Kopfball nach einer mustergültigen Flanke von Rüesch sehr knapp neben das Tor und Omerovic scheiterte nach guter Vorarbeit von Nagy am herauslaufenden Goalie. Eigentlich hätte in dieser Phase die Führung gelingen müssen. Bühler fightete weiter und kam in der 23. Minute, wieder nach einer schönen Flanke, dieses Mal von Omerovic, zu einer Supergelegenheit. Nagy’s Kopfball aus bester Position verfehlte das Gehäuse abermals. In der 26. Minuten hatte FC Flawil die erste Chance. Nach einer zu unpräzisen Abwehr, gelangte der Ball zu einem über den Flügel mitgelaufenen Spieler. Dieser zögerte nicht lange und hämmerte den Ball sehr gefährlich in die Ecke. Es brauchte das ganze Können von Lucas Arias im Tor des FC Bühler, um einen Gegentreffer zu verhindern. Seine Fussabwehr geht unter die Kategorie  «Glanzparade». Obwohl sich das Spiel langsam ausgeglichener gestaltete, blieb Bühler das aktivere Team. So konnte Elvedin Omerovic nach einer halben Stunde der FC Flawil-Abwehr einen Ball abluchsen und zur Bühlerer Führung einschiessen. Die Führung möglichst zu halten oder gar das zweite Tor zu schiessen, war nun die Devise. Doch zuerst hiess es einmal durchatmen. Denn nur wenige Minuten nach dem Führungstreffer stimmte die Zuordnung im Mittelfeld nicht, worauf ein Flawiler durchlaufen konnte und mit seinem Schuss das Tor nur knapp verfehlte.

Hektische Minuten vor der Pause
Ansonsten spielte der FC Bühler sicher und liess dem Gegner nur wenig Platz. Kurz vor der Pause überschlugen sich dann die Ereignisse. Aus dem Nichts pfiff der Schiedsrichter in der 42. Minute einen Elfmeter für Flawil. Yongaci konnte einem Gegenspieler nicht mehr ausweichen, worauf der Schiedsrichter auf den Penaltypunkt zeigte. Eine harte aber wohl vertretbare Entscheidung, wie auch der Foulende nach dem Spiel meinte. Flawil liess sich die Chance nicht nehmen und glich aus. Eigentlich ist es in dieser Saison symptomatisch für den FC Bühler, in einer solch entscheidenden Spielphase ein Tor zu kassieren. Es spricht aber für den Charakter der Mannschaft, dass man nicht nachliess und durch Beni Hermann noch vor dem Pausenpfiff die erneute Führung schoss. Hermann nahm ein Zuspiel aus dem Mittelfeld gut an und schoss nach einer schnellen Drehung aus 18 Metern unhaltbar unter die Latte.

Sehr gute kämpferische Leistung an den Tag gelegt
Auf den FC Bühler warteten weitere 45 harte Minuten. So hatte die erste Hälfte nämlich enorm Kräfte gekostet und mit nur zwei Auswechselspielern war die Bank sehr dünn besetzt. Dennoch hatte wieder Bühler die erste Chance. Nagy spielte zwei Minuten nach Wiederanpfiff einen Zuckerpass auf Omerovic. Dieser spurtete an Freund und Feind vorbei, scheiterte aber aus bester Position am glänzend reagierenden Flawiler Schlussmann. Bühler das die erste Hälfte so klar dominierte, liess sich nun immer mehr in die eigene Platzhälfte drängen. Die Heimmannschaft kam zu diversen Chancen, fand aber in Bühlers Torwart Arias immer wieder den Meister. Vor allem in der 57. zeigte Arias eine weitere Glanztat und liess weiter auf die ersten drei Punkte hoffen. Die Mitteländer überzeugten mit einer kämpferisch vorbildlichen Willensleistung und wühlten wohl jeden Quadratmeter der Flawiler Schützenwiese um. In der 70. Minute hätte Din Salihovic den Sieg klar machen können, ja müssen. Nach einem wunderbaren Solo von Nagy, der den Ball uneigennützig auf Salihovic zurücklegte, brauchte dieser den Ball nur noch über die Linie zu schieben. Doch im letzten Moment blockte doch noch ein Flawiler Bein seinen Schuss. Die Flawiler schalteten sofort um und lancierten einen mustergültigen Konter der dem FC Bühler beinahe zum Verhängnis wurde. Martin Pardal konnte den Ball aber im letzten Moment, nur wenige Meter vor der Torlinie, wegschlagen. Glück für Bühler.
Die letzten Minuten waren ein Abnützungskampf sondergleichen. Dank einer konzentrierten Leistung bis zum Schlusspfiff brachten die Bühlerer die knappe Führung über die Zeit. Es war geschafft, die ersten drei Punkte waren da und grosse Erleichterung war zu spüren. Das Team hat diesen Sieg einer geschlossenen und solidarischen Mannschaftsleistung zu verdanken. Besonders hervorzuheben ist die gute Leistung des spanischen Trios beim FC Bühler. Neben Torwart Lucas Arias glänzten die fehlerfreien Innenverteidiger Javier Santos und Martin Pardal. Mit diesen drei Punkten im Rücken und gewonnenem Selbstvertrauen, geht es nun in die letzten zwei Spiele der Vorrunde. In einer Woche, am Samstag, 24.10.2009, um 17.00 Uhr dürfte es aber gegen Tabellenführer Gossau schwerer werden zu punkten. Mit dieser Solidarität ist aber alles möglich.

Bühler spielte mit:
Lucas Arias, Sacha Büsch, Javier Santos, Martin Pardal, Pablo Porras, Ismail Yongaci (58. Alexander Anger / 80. Ismail Yongaci), Alex Rüesch, Din Salihovic, Beni Hermann (65. Noah Frehner), Dominik Nagy, Elvedin Omerovic (88. Beni Hermann)

Appenzell Ausserrhoden / 18.10.2009 - 16:31:10
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