Empa entwickelt neues Verfahren
Bühler. Die Forschungsanstalt Empa entwickelte zusammen mit Christian Eschler aus Bühler ein neues Verfahren entwickelt.
Die von der Empa entwickelte Technologie biete der Schweiz neue Chancen auf dem globalen Textilmarkt, heisst es in einer Mitteilung der Empa vom Freitag. Metallisierte Fasern stünden wegen ihrer vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten bei Textilherstellern hoch im Kurs.
Die Empa übertrug Ende 2007 die Patente am neuen Verfahren der Firma Tersuisse Multifil SA und lieferte gleich die Pilotanlage mit. Damit kann die Produktion in Emmenbrücke sofort aufgenommen werden, wie es heisst. Die an der Entwicklung beteiligten Unternehmen müssten nicht selber in eine Faserproduktion investieren.
Das neue Verfahren basiert auf der sogenannten Niederdruck-Plasmatechnologie. Damit lassen sich zehn- bis zwanzigmal dünnere Metallschichten auf Textilfasern auftragen als mit älteren Verfahren. Dies verringert den Metallverbrauch und die Abwasserbelastung. Gleichzeitig behalten die Fasern ihre Geschmeidigkeit.
Die Anwendungsmöglichkeiten reichen von silberbeschichteten Textilien mit antibakterieller Wirkung für Operationssäle über T-Shirts mit Sensoren zur Pulsmessung bis zu Seilen mit der Fähigkeit zur Informationsübetragung. Laut Auskunft eines Empa-Forschers hat die Techologie grosses Potenzial.
Die Förderagentur für Innovation KTI zahlte 2,5 Millionen Franken ans Projekt. Beteiligt waren neben der Empa die deutsche Anlagenbaufirma Roth & Rau, die Vorhangherstellerin Keller in Wald ZH, die Tessiner Rotecno, Herstellerin von Operationskleidern, sowie die auf funktionelle Textilien spezialisierte Christian Eschler in Bühler AR.



























