Elternmitwirkung auf dem Prüfstand
Gais. Die Schulkommission genehmigte das ISF-Konzept mit Begabungsförderung und stellte eine neue Sekundarlehrkraft an.
Der knapp 25 Jahre alte St.Galler Adrian Sturzenegger wurde als neue Sekundarlehrkraft für Fächer der sprachlich-historischen Richtung an die Oberstufe Gais gewählt. Er hat dieses Jahr die Pädagogische Hochschule St.Gallen (PHS) abgeschlossen und war während des Studiums bereits an verschiedenen Sekundarschulen tätig. Die Schulkommission freut sich mit ihm einen jungen, engagierten Lehrer in Gais begrüssen zu können.
Bindeglied zwischen Schule und Eltern
Vertieft auseinandergesetzt hat sich die Schulkommission mit der Frage einer Elternmitwirkung. Institutionalisierte Bindeglieder zwischen Schule und Elternschaft sind in ganz verschiedenen Formen möglich.
In einem ersten Schritt ist es der Schulkommission ein Anliegen, herauszufinden, wie gross das Interesse der Gaiser Eltern am Thema ist. Deshalb wird die Schulkommission in eigener Regie noch in diesem Jahr einen Informationsanlass dazu durchführen.
Von diesem Anlass verspricht sich die Kommission vertiefte Erkenntnisse gerade auch darüber, ob Eltern überhaupt bereit sind, sich in einem Elternrat, einem Elternforum oder in einer vergleichbaren Gruppe zu engagieren.
Die Elternmitwirkung an sich wird schon in vielen Schulgemeinden meist mit gutem Erfolg praktiziert. Erste Informationen über verschiedene Mitwirkungsmodelle können unter Website-Schule-Gais eingesehen werden.
Konzept für integrative Schulform
Schliesslich hat die Schulkommission das Konzept für die integrative Schulform (ISF) an der Schule Gais verabschiedet. Dieses Papier umschreibt die wichtigsten pädagogischen Grundsätze, listet die Angebote der Schule auf, regelt die Zuständigkeiten und Verfahren und weist auf externe Unterstützungsmöglichkeiten hin.
Insgesamt listet das Konzept die Fördermassnahmen auf, welche die integrative Schulform erst möglich machen. Dazu gehören beispielsweise die heilpädagogische Förderung von Kindern, die Begabungsförderung oder auch die Frage nach dem Überspringen oder Wiederholen einer Klasse. Gleichzeitig nimmt das Konzept mit detaillierten Pflichtenheften eine Rollenverteilung vor: Was leisten die Lehrkräfte, die schulische Heilpädagogik oder die Erziehungsberechtigten. Was wird von den Lernenden selber erwartet oder wann und in welcher Art wird die Schulleitung aktiv.
Im Sinne der grundsätzlichen Ausrichtung der Schule befürwortet die Schulkommission die aktuelle Orientierung der Schulleitung an verstärkter Lernberatung und auch am Projektunterricht. Diese neuen Unterrichtsformen sollen vorerst auf der Oberstufe umgesetzt werden. Gleichzeitig befasst sich eine Vorprojektgruppe mit dem Szenario der konkreten Umsetzung an der gesamten Schule.



























