Eisenhut gewinnt EM-Gold

Inlineskating. Nach dem fünften Rang an der Weltmeisterschaft im September war für Eisenhut eine Medaille das Ziel. Ohne wollte sie zum Saisonabschluss nicht nach Hause reisen.

Am vergangenen Sonntag, 11. Oktober 2009 fanden die Europameisterschaften der Master Speedskater im kroatischen Rijeka statt. Käthy Eisenhut aus Rehetobel gewann den Europameistertitel in der AK30-Altersklasse über die Marathondistanz. Die Schweizer Delegation holt insgesamt fünf Medaillen.

Der Kopf entschied das Rennen
Schon beim Einfahren auf der Rennstrecke  auf dem Flugfeld von Grobnik in der Nähe von Rijeka war Käthy Eisenhut schnell klar, dass dieses Rennen im Kopf entschieden würde.
Das Rennen führte über 14 Runden à 1500 m. Jede Runde wies an den Scheitelpunkten zwei 180-Grad-Kurven auf. Der Belag war alles andere als fein, und der Wind blies von allen Seiten, dafür war das Wetter traumhaft schön und die Luft nochmals richtig sommerlich warm.

Die Taktik ging auf
Kurz nach dem Startschuss übernahm die Appenzellerin die Führung und versuchte dem Feld ihre zurechtgelegte Taktik auf zu diktieren. Zwei, drei kurze Antritte reichten, um das Feld auf vier Fahrerinnen zu verkleinern. Ebenfalls in dieser Gruppe befand sich die Weltmeisterin. Das Tempo war nicht gerade hoch, und so beschloss Eisenhut, einen erneuten Antritt zu lancieren. Sie griff vor der Kurve an, beschleunigte aus der Kurve heraus – nur noch zwei Konkurrentinnen folgten ihr. Somit war ihr ein Edelmetall bereits in Reichweite.
«Aber ich wollte gewinnen», lässt sie durchblicken. Immer wieder drückte die Rehetoblerin aufs Tempo: «Als ich merkte, dass die anderen mit meinen Tempoverschärfungen Mühe hatten, griff ich in vor der vorletzten Runde an und wagte einen Breakaway». Dies gelang zwar nicht ganz, die Österreicherin Eigler konnte ihr als Einzige noch folgen. Auf der letzten Runde wartete Eisenhut bis zur letzten Kurve und zog dann den Sprint an, die Österreicherin konnte nicht mehr dagegen halten und so wurde der Einlauf nach 42 km zum grossen Triumph für Käthy Eisenhut. Zweite mit 2,5 Sekunden Abstand wurde Susanne Eigler aus Österreich, Dritte Silke Röhr aus Deutschland.

Saisonschluss
Mit ihrer Goldmedaille setzte sie einen erfolgreichen Schlusspunkt unter eine lange Saison 2009, welche nicht immer nach ihren Vorstellungen verlief. «Im Grossen und Ganzen sehe ich aber mit einem lachenden Auge auf die vergangene Saison zurück, ich durfte sturzfrei und gesund bleiben und das ist für mich das Wichtigste».
Neben ihr landeten Sandra Lustenberger (Silber AK40), Roland Moser (Bronze, AK50), Paul Graber (Silber AK60) und Roger Thomet (Bronze AK60) weitere Schweizer auf dem Podest. Der wie Käthy Eisenhut aus Rehetobel stammende Andreas Dombrowski wurde im starken AK40 Feld mit einem beherzten Rennen 5. und verpasste die Medaillen nur knapp.

Appenzell Ausserrhoden / 13.10.2009 - 07:54:19
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