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Einzigartiges Jubiläums-Zitherkonzert

Walzenhausen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des zehnten Konzertzither-Seminares konzertierten im Sonneblick, in der evangelischen Kirche.

Adrian Keller, Hausleiter des Sonneblicks, begrüsste die grosse Zuhörerschaft und blickte auf zehn Jahre «Zitherkonzert zur Frühlingszeit» zurück: «Konrad Stocke und seine Schwester Elvira Marmet haben 1998 das erste Konzertzitherseminar im Sonneblick organisiert. Heute, nach zehn Jahren, gehört dieses Seminar, das in der Regel am ersten Sonntag nach Ostern beginnt, zum alljährlichen Belegungsplan des Sonneblicks und mit dem Konzert zum festen Bestandteil des Veranstaltungskalenders unserer Gemeinde.

Sie kommen heute einmal mehr in den Genuss von verschiedenartigen Zithermusikstücken, die seit Sonntag mit grosser Freude und in intensiven Proben erarbeitet wurden. Das Seminar stand wiederum unter der Leitung von Frédéric Jenniges aus dem belgischen Eupen und Helga Heinkel aus dem deutschen Lörrach. Sie beide verstanden es ausgezeichnet, das gemeinsame Musizieren zum beglückenden Erlebnis werden zu lassen.»

Beglückendes Musikerlebnis
Bereits am vergangenen Dienstag stellte Frédéric Jenniges fest dass die Musikerinnen und Musiker innerhalb eines Jahres einen grossen Fortschritt in ihrem Spiel getan hatten. Das bestätigte sich im Konzert am Freitagnachmittag. In verschiedenen Formationen intonierten sie virtuos Volksweisen und Klassik. Bereits nach dem ersten Stück, der Maiglöckchen-Polka, flogen ihnen die Herzen der Zuhörerschaft zu. Das sensible Spiel mit den Saiten, die laut Jenniges auf den Zehntelsmillimeter genau getroffen werden müssen begeisterte. Zum zweiten Teil formierte sich ein Orchester, dirigiert von Frédéric Jenniges selbst.

Vor dem ersten Stück warnte er die Zuhörerschaft, dass es sich bei «Ex cetra» von Helmut Fackler um ein modernes Stück handle. Es solle niemand ob den Tonfolgen erschrecken. Diese Bemerkung wurde mit allgemeiner Erheiterung quittiert, zu recht, denn die Konzertzitherspielerinnen und –spieler beherrschten nicht nur diese für sie ungewöhnliche Intonation, das Publikum war förmlich gebannt ob der Möglichkeiten, welche die Musikerinnen und Musiker ihnen da auf ihren Instrumenten aufzeigten. Mit Amerika und England von Hans Ludwig ging das einzigartige Konzert, dirigiert vom Zitherspieler von André Rieu, zu Ende.

Restlos begeistert
Sichtlich berührte stellte Adrian Keller fest: «Ich bin restlos begeistert. Das Spiel hat sich in diesem Jahr derart verbessert, dass, würde ich es sportlich ausdrücken, das Orchester jetzt in eine höhere Liga aufgestiegen ist. Dabei handelt es sich ja um ein Jubiläumskonzert, dem zehnten in Folge, im gleichen Jahr, wo der Sonneblick sein 75-jähriges Bestehen feiern kann. Es freut mich, dass ich im Publikum viele neue Gesichter gesehen habe. Ich möchte alle herzlich verabschieden und hoffe, sie im kommenden Jahr am Freitag, 24. April 2009 an dieser Stelle wiederzusehen» Auch Frédéric Jenniges war zufrieden und erfreut ob der Leistung seiner Seminarteilnehmerinnen und –nehmer.

Im kommenden Jahr wird er die von Konzertzitherlehrer Konrad Stocker begonnene Arbeit in seiner fröhlichen Art und Weise fortsetzen, Spielerinnen und Spieler motivieren, fordern und zu Höchstleistungen anspornen. Dann werden seine Seminarteilnehmenden wiederum erst am Sonntagnachmittag die von ihm speziell für den Kurs bearbeiteten Noten sehen, um die Stücke fünf Tage später öffentlich darzubieten. Ein Grund für den Ligawechsel ist wohl auch der Sonneblick, ein Ort der Ruhe, Harmonie und Spiritualität. Ausserdem ein Haus, das die Möglichkeit bietet, das Instrument während einer Woche nie wegräumen zu müssen, was nach dem eigentlichen Unterricht immer wieder dazu einlädt, in verschiedenen Formationen weiter zu üben.

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 05.04.2008 - 09:21:00