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Einwohnerverlust: 15 Prozent

Trogen. Trogen kämpft wie viele andere Gemeinden auch mit einem Rückgang der Einwohnerzahlen. Gemeindepräsident Bruno Eigenmann weiss, warum das so ist.

Bruno Eigenmann hat auf Ende des Amtsjahres seinen Rücktritt als Gemeindepräsident von Trogen erklärt. Bevor es aber soweit ist, betrachtet er die Situation in Trogen noch einmal nüchtern und sagt auch, womit Trogen seiner Meinung nach in Zukunft punkten können wird.

Herr Eigenmann, wie sieht die Entwicklung Ihrer Gemeinde aus?
Momentan sieht es nicht schlecht aus, es ist aber unser Ziel, den Einwohnerschwund der letzten Jahre zu stoppen und ein massvolles Wachstum einzuleiten.

Was bedeutet «Einwohnerschwund» konkret?
Trogen hat in den letzten 10 Jahren zirka 15 Prozent der Bevölkerung verloren…

Wie konnte denn das passieren?
Die Menschen brauchen allgemein mehr Wohnraum und haben weniger Kinder, so auch bei uns. Zudem wird in Trogen die ältere Wohnbausubstanz weniger gut genutzt. Ausserdem fehlte es über längere Zeit in genügendem Mass attraktives Bauland, um neuen Wohnraum zu erstellen. Heute fehlen immer noch vor allem Mietwohnungen mit neuzeitlichem Komfort für Familien.

Was tun Sie, um das zu ändern?
Wir haben im Moment viele Vorschläge für Neueinzonungen von Bauland. Wenn diese durchkommen, haben wir sicher eine gute Chance.

Mit was könnte Trogen denn punkten, was auch Neuzuzüger anziehen könnte?
Wir haben zwar nicht die tiefsten Steuern im Ausserrhodischen und unsere Infrastruktur ist für die aktuelle Bevölkerungszahl zu gross, wir haben aber moderate Bauland- und Immobilienpreise. Ausserdem arbeiten über vierzig Kunstschaffende bei uns, unsere Kinder können vom Kindergarten bis zur Matura (Kantonsschule) im Dorf zur Schule gehen. Und durch die Trogenerbahn sind wir in Spitzenzeiten im Viertelstundentakt und in 25 Minuten mitten in der Stadt St. Gallen oder am Hauptbahnhof.

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 18.12.2006 - 17:04:00