Einsturzgefahr von Boden am Hauptbahnhof

Zürich. Am Bahnhof wurde im Bereich einer Baustelle festgestellt, dass die Gefahr besteht, dass der der Boden einstürzt. Das Gebiet wurde gesperrt.

Am Mittwochabend, 29. April, gegen 18.30 Uhr, meldete die Bauleitung des für die Bauarbeiten an der SBB-Durchmesserlinie verantwortlichen Unternehmens, es bestehe Absenkungsgefahr an der Oberfläche über einem neu gebohrten Stollen.

Zwischen Central und Hauptbahnhof wird derzeit in einer Tiefe von zehn Metern ein Stollen mit einem Durchmesser von 1.90 Meter in die Erde getrieben. An der im Einsatz stehenden Bohrmaschine trat im Laufe der Arbeiten am Mittwochabend ein technischer Defekt auf. Die Bauarbeiter, welche die Bohrmaschine überwachten, entdeckten diesen Defekt umgehend. Sie stellten fest, dass der neue Stollen auf einer Länge von drei Metern nicht, wie bei korrektem Funktionieren der Bohrmaschine, gestützt war. Aus diesem Grund wurden die Arbeiten sofort eingestellt, die notwendigen Sicherheitsmassnahmen eingeleitet und Alarm ausgelöst.

Aus Sicherheitsgründen musste eine Spur der Bahnhofbrücke in Richtung Hauptbahnhof für den öffentlichen Verkehr und den Individualverkehr gesperrt werden. Ebenfalls gesperrt wurde die Unterführung zwischen Museumsstrasse und Bahnhofquai. Es ist damit zu rechnen, dass die Sperrung während rund 24 Stunden aufrechterhalten werden muss.

Die im Bereich der Baustelle befindlichen Gas-, Wasser- und Stromleitungen wurden nicht beschädigt und werden zur Zeit ausser Betrieb genommen. Es besteht keine Einsturzgefahr für Gebäude. Allerdings könnte es im Bereich des Tramtrassees zwischen Bahnhofbrücke und Hauptbahnhof zu einer Absenkung des Bodens kommen.

S-Bahn- und Fernverkehr funktionieren normal. Allerdings sind alle Linien der VBZ im Bereich des Hauptbahnhofs betroffen. Die Linie 15 verkehrt normal. Es ist im ganzen Netz der VBZ mit Verspätungen zu rechnen. Die Servicelinie ZVV-Contact 0848 988 988 ist bis Mitternacht und am Donnerstag ab Betriebsbeginn im Einsatz. Auf www.sbb.ch/166 sind zudem aktuelle Verkehrshinweise abrufbar. Die Reisenden sind gebeten, mehr Umsteigezeit einzurechnen.

Zürich / 30.04.2009 - 08:05:48
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