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Einsprache verzögert Einbau des Schallschutzes

Trogen. Der Glockenstreit in nimmt eine überraschende Wendung: Ein Anwohner will nicht auf den ungedämpften Glockenklang verzichten.

Er hat gegen die Schallisolierung des Glockenturms der reformierten Kirche Einsprache erhoben.

Der Trogener Gemeinderat Marc Fahrni bestätigte am Montag, 9. Juni, gegenüber der Nachrichtenagentur SDA eine entsprechende Mitteilung der «IG Stiller». Der Anwohner begründe seine Einsprache gegen das Baugesuch der Gemeinde damit, dass der Klang der Kirchenglocken nach der Schallisolierung nicht mehr der Gleiche sei.

Im Juni hätte der Glockenturm von Trogen eigentlich mit einer Lärchenholz-Täferung verschalt werden sollen. Stattdessen fand vor zwei Wochen die Einspracheverhandlung mit dem Anwohner statt.

Rekurs möglich
Die Baukommission habe die Einsprache schliesslich abgewiesen, sagte Fahrni. Nun kann der Einsprecher den Entscheid mit einem Rekurs bei der Ausserrhoder Regierung anfechten. Damit findet der schon Jahre dauernde Glockenstreit in Trogen immer noch kein Ende.

Die «IG Stiller» hatte 1999 und 2000 beantragt, das nächtliche Geläut der Glocken der evangelisch-reformierten Kirche abzustellen. Der Gemeinderat trat nicht darauf ein, wurde 2006 vom Ausserrhoder Verwaltungsgericht jedoch zu Lärmmessungen verpflichtet.

Zu hohe Schallwerte
Die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) hatte im Juli 2007 bei akustischen Messungen des Kirchengeläuts in Trogen festgestellt, dass die Schallwerte unmittelbar bei der Kirche die vom Bundesgericht in Lausanne angewandten 60 Dezibel überschreiten.

Bauliche Massnahmen sollen Abhilfe schaffen. Die Kosten von 23 000 Franken für die Täferung des Glockenturms wollen sich die Politische und die evangelische Kirchgemeinde Trogen teilen.

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 09.06.2008 - 16:00:00