Einheimische zählen zu den Favoriten
Gais. Das traditionelle Lichtmess-Hallenschwingfest wird bereits zum 46. Mal durchgeführt.
Das vom Schwingklub Gais in der Leichtathletikhalle Gais organisierte Schwingfest am Sonntag, 3. Februar, beginnt mit dem Anschwingen um 10.45 Uhr. Dabei wird der einheimische Johnny Mösli zum letzten Male einen Schwinganlass bestreiten.
Gegen 90 Schwinger figurieren auf der Schwingerliste. Nebst den Appenzellern sind Gäste aus den Kantonen St. Gallen, Thurgau, Glarus, Schaffhausen, Graubünden und Zürich in Gais am Start. Eine spannende Ausgangslage ist schon vor dem Start gegeben.
Zwei Topfavoriten
Zu den stärksten Schwingern zählen gemäss dem technischen Leiter des Appenzellischen Kantonal Schwingerverbandes, Beat Schläpfer aus Wolfhalden, diejenigen Schwinger welche auch am letzten Eidgenössischen Schwingfest teilgenommen haben. Dazu gehören die Schaffhauser Pascal Gurtner, Sven Vögeli und Ralf Fleischli; die Glarner Florian Beglinger und Christan Elmer; der St.Galler Dominik Schuler; vom Schwingclub Appenzell Reto Fuster und Bruno Manser (beide Weissbad); vom Schwingclub Herisau Emil Giger (Bühler), Hansueli Knöpfel (Hundwil) und Emil Signer (St.Peterzell) sowie vom Schwingclub Gais Michael Bless (Teufen), Ivan Jann (Lachen-Walzenhausen), Marcel Kuster (Altstätten) sowie Johnny Mösli und Raphael Zwyssig (beide Gais). Zu den Topfavoriten gehören Michael Bless und Emil Signer. Beide zählen auch zu den Publikumslieblingen. Insgesamt handelt es sich aber um ein ausgeglichenes Feld. Wiederum gespannt darf man aber auch auf die Fortschritte der jungen Schwinger sein und hier sind besonders einige vom einheimischen Schwingclub am Start. Dem einen oder anderen Schwinger gelang es in den letzten Jahren immer wieder, einen nominell stärkeren Gegner zu bezwingen. Dies wird auch dieses Jahr nicht anders sein.
Ende nach 20 Jahren
Johnny Mösli startete seine aktive Schwingerkarriere als achtjähriger und begann seinem Vater nach zu eifern. Und mit 28 Jahren beendet er nun seine aktive Karriere. Statt mindestens viermal pro Woche zu trainieren freut er sich auf mehr Zeit mit seiner Gattin Monika (eine Nidwaldnerin) und seinen 15 Monaten alten Sohn Timo. Zudem will der gelernte Lastwagenmechaniker auch noch sein Haus im Rietli Gais fertig umbauen, wo er jeweils auf die Hilfe von seinen Schwingerkollegen zählen kann.
Er wird dem Schwingclub Gais aber als technischer Leiter und Ausbildner erhalten bleiben und dem Kantonalvorstand dient er als Aktuar. Besonders liegt im die Förderung der jungen Schwinger am Herzen. Und hier weisen einige viel Potenzial auf. Selber erzielte er in seiner Karriere fünf NOS- und neun Kantonale Kränze. Im Jahre 2004 in Luzern und letztes Jahre in Aarau durfte Johnny Mösli an Eidgenössischen Schwingfesten teilnehmen, wo er jeweils acht Gänge bestritt. Und auch am Unspunnenfest 2006 dufte er an allen sechs Gängen schwingen. Im Jahre 2004 gewann der heute im Rheintal arbeitende Johnny Mösli das Hallenschwingfest in Wolfhalden, zwei Jahre später das Zürcher Frühlingsfest und 2007 den Herisauer Herbstschwinget. Für Beat Schläpfer – der den relativ frühren Rücktritt sehr bedauert – ist Johnny Mösli ein explosiver und schneller Schwinger, der dank seinem grossen Kampfgeist viele Gänge erst in den letzten Sekunden gewinnt. Sein Spezialangriff ist der Fussstich.
Besonders Lob gehört Johnny Mösli auch, dass er den Schwingclub Gais fast alleine – wobei er hier auch auf die Unterstützung des Gaiser Schwingclub-Präsidenten Koni Fitzi (der beim diesjährigen Lichtmess-Schwinget ebenfalls seinen Rücktritt als Aktiv-Schwinger gibt) und Raphael Zwyssig zählen durfte – wieder auf Vordermann brachte. Beat Schläpfer attestiert ihm einen besonders guten Umgang mit den Jungen. Und übermorgen Sonntag darf man nun Johnny Mösli noch einmal im Sägemehl bewundern.
Die Festwirtschaft wird am Sonntag ebenfalls schon beim Anschwingen mit Fleischwaren vom Grill sowie verschiedenen Kuchen und Kaffee bereit sein. Dazu wird auch musikalische Unterhaltung nicht fehlen.



























