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Eingeschränkt aber nicht beschränkt

Leserbrief. Judith Kradolfer, appenzell24-Lesern hat sich Gedanke über die Begegnung mit psychisch kranken Menschen gemacht, Menschen, wie wir alle.

Oft haben andere Menschen Vorurteile gegen psychisch kranke Menschen. Ich frage mich, warum denn eigentlich? Ich erlebe psychisch kranke Menschen in meinem Umkreis vielmals als normal begabte Menschen, die während einer kürzeren oder längeren Zeit wegen ihrer Krankheit etwas eingeschränkt sind. Sie werden deshalb oft nicht ernst genommen in ihren Bedürfnissen, Ideen, Einstellungen und Erfahrungen. Auch werden sie eher bevormundet oder mit gutgemeinten Ratschlägen überhäuft. Dadurch fühlen sie sich vielmals missverstanden oder sind überfordert. Die Folgen davon sind, dass sie sich selber noch mehr einschränken, absondern und sich immer mehr zurückziehen. Doch zum Glück gibt es Leute, die die psychisch Kranken akzeptieren und ernst nehmen. Sie geben sich mit ihnen ab und verbringen Zeit mit ihnen. Vor solchen Personen habe ich grosse Achtung.

Es gibt also Menschen, die sich Schwächeren annehmen und ihnen sogar Arbeit anvertrauen. Was für eine Hoffnung in dieser manchmal etwas „beschränkten» Welt. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass sich der Einsatz für kranke Menschen lohnt, damit sie wieder gesund werden können. Eine positive Einstellung und Wertschätzung ihnen gegenüber lohnt sich auf jeden Fall. Bauen wir doch Brücken auf und Vorurteile ab. Ich wünsche Ihnen viele schöne Begegnungen und Erfahrungen im Umgang mit eingeschränkten Menschen.

Appenzell InnerrhodenAppenzell Innerrhoden / 02.11.2008 - 13:08:00