Eine Region rückt zusammen
Herisau. Dank der neuen AFG Arena startet am 24. September ein neues Bussystem mit neuen Linien, von dem auch Herisau profitieren wird.
«Der öffentliche Verkehr rollt», verkündeten heute Vormittag die Vertreter der Regiobus Gossau, den Verkehrsbetrieben St.Gallen und der PostAuto Schweiz AG. Gemeint ist damit, dass ab dem 24. September im Westen der Ostschweiz ein neues Liniensystem startet, bei dem drei verschiedene Busgesellschaften zusammenarbeiten.
Gelb, Orange, Anthrazit – die Farbe ist egal
Das neue Projekt ist einmalig in der Ostschweiz. Im Namen des Kantons wurden die drei Busgesellschaften damit beauftragt, den öffentlichen Verkehr im Westen zu erschliessen. Diese Chance liess man sich nicht entgehen. Diese Kooperation stellt sich heute als kluger Schachzug dar, denn ab sofort können Stärken genutzt und ausgebaut werden. Miteinander hat man neue Busse gekauft, miteinander hat man das Marketingkonzept erarbeitet.
In der Zukunft werden drei Busse auf der gleichen Linie fahren. «Ob Gelb (Postauto), Anthrazit (Verkehrsbetriebe St.Gallen), oder Orange (Regiobus Gossau); die Farbe spielt keine Rolle mehr», erklärt Jürg Eschenmoser von der PostAuto Schweiz AG. Ganz nach dem Motto: Nicht gegeneinander, sondern miteinander.
Zeitersparnis für Herisauer Fahrgäste
Im Zehnminutentakt gelangt man nun von der AFG Arena nach St.Gallen, vice versa. Zwei neue Buslinien erschliessen Engelburg mit Gossau (Nummer 157) und Herisau mit dem Säntispark (Nummer 158). «Dadurch spart der Fahrgast viele Fahrminuten», so Bruno Huber, Geschäftsführer von Regiobus Gossau. Ein gemeinsames Ticketsystem löst auch die Frage nach verschiedenen Tarifen. Wer in St.Gallen ein Ticket löst, kann damit bis nach Gossau oder Herisau fahren.
18 neue Arbeitsplätze
«Von den 21’000 Fans an einem ausgelasteten Match oder Event kommen zirka 50 Prozent mit dem öffentlichen Verkehr», erklärt Ralf Eigenmann von den Verkehrsbetrieben St.Gallen. Daher liegt es ihnen und den Stadionbetreibern am Herzen, dass diese Masse innerhalb von kurzer Zeit befördert werden kann. Ein nötiges Sicherheitskonzept für so viele Menschen ist zurzeit noch in Bearbeitung. Pro Jahr (ohne Spezialanlässe) wird der neue Linienbetrieb um rund 500’000 Fahrkilometer erweitert und zusätzlich schafft die Erschliessung 18 neue Arbeitsplätze.
Der Fahrbetrieb, der am 24. September seinen Betrieb aufnimmt, ist ein Versuchsprojekt von drei Jahren. Frequenzmessungen sollen zeigen, wo Schwachstellen sind, wo allenfalls noch Handlungsbedarf ist. Keine Frage: Das Busssystem ist eine Idee, die nicht nur den Fans im neuen Stadion zu Gute kommt. Vielmehr ist dieses Projekt für alle Fahrgäste aus Herisau, Gossau und dem Westen der Stadt St.Gallen eine Bereicherung. Ob Fan, Pendler, oder Shopping-Fans – alle werden davon profitieren.



























