Einbruchserie im Ägerital geklärt
Zug/ZG. Die Zuger Polizei hat ein Ermittlungsverfahren gegen Jugendliche und junge Erwachsene abgeschlossen. Die sieben Beschuldigten verübten 44 Einbrüche und Diebstähle.
Zwei der Festgenommenen gerieten bereits im Februar 2010 mit dem Gesetz in Konflikt. Im März und April 2010 verzeichnete die Zuger Polizei im Ägerital viele Einbrüche in Einkaufsläden, Schulen, Clublokalen und Restaurants. Auch die Zahl an Diebstählen in Garderoben von Sportanlagen stieg stark an. Die Bevölkerung reagierte verunsichert.
Nach intensiven Ermittlungen nahm die Zuger Polizei Ende Mai 2010 zwei 17-Jährige fest. Wie sich zeigte, handelten die beiden nicht alleine. Aus den gewonnen Erkenntnissen folgte eine weitere Festnahme eines 17-Jährigen. Die Gruppe komplettierte sich schliesslich, als vier weitere Delinquenten – drei Männer und eine junge Frau im Alter zwischen 16 und 21 Jahren – ermittelt wurden. Den Beschuldigten konnten 35 Einbrüche und neun Diebstähle nachgewiesen werden. Sie sind geständig in zwei voneinander unabhängigen Banden jeweils in den frühen Morgenstunden zugeschlagen zu haben. Weiter werden ihnen zahlreiche Sachbeschädigungen, Missbräuche von gestohlenen Kreditkarten, Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz und eine Strolchenfahrt mit einem entwendeten Auto zur Last gelegt.
Die Summe des Deliktsguts beläuft sich auf total 33’000 Franken. Die Beschuldigten hatten es vor allem auf Bargeld, elektronische Geräte und Zigaretten abgesehen. Mit ihrem Tun verursachten sie einen Sachschaden von rund 40’000 Franken. Zur Frage nach dem Motiv machten die jungen Menschen Geldsorgen geltend und erklärten weiter, es sei ihnen langweilig gewesen.
Alle Beteiligten kommen aus dem Kanton Zug. Sie werden sich vor der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug, Abteilung Jugendstrafrecht sowie allgemeine Abteilung, verantworten müssen. Gegen die beiden mutmasslichen Haupttäter musste bereits im Februar 2010 ein Verfahren wegen verschiedener Vermögensdelikte eingeleitet werden.



























