Einbruch in der zweiten Halbzeit
Fussball. Noch zur Pause mit zwei Toren in Führung lief es in der zweiten Halbzeit für die Appenzeller in Rebstein bei regnerischen Verhältnissen schlecht.
Wegen Verspätung des Schiedsrichters begann die Partie 15 Minuten später. Bei den Innerrhodern spielten Maurus Rempfler und Michael Sedda wieder in der Abwehr. Als vorderster Mann wirkte der glücklose Nedim Buljubasic.
Bereits inn der 10. Minute und 18. Minute brannte es vor dem Gästetor der Appenzeller: Mehrere Schüsse prallten an der Innerrhoder Abwehr ab. Rebstein verzeichnete in dieser Phase deutlich mehr Punch und war auch zweikampfstärker. Bei den Innerrhodern kamen die Bälle im Mittelfeld und im Angriff nicht an, es fehlte die Präzision. Erst nach 20 Minuten kamen die Gäste erstmals gefährlich nach vorne, als Marco Knechtle eine Freistossflanke von Maurus Rempfler dem Hüter in die Hände köpfte.
Tore durch junge Spieler
n der 21. Minute setzten sich zwei junge Spieler in Aktion. Maurus Fässler lancierte auf der rechten Danijel Agatic, welcher den Ball über den herauslaufenden Torhüter bugsierte. Für einige Zeit wickelte sich die Partie mehrheitlich in der Platzhälfte der Einheimischen ab. Sokol Shabani zielte aber daneben. Das 2:0 in der 42. Minute war dann noch schöner herausgespielt als der erste Treffer. Meho Mujkanovic setzte auf der rechten Seite Nedim Buljubasic ein, welcher in die Mitte passte, wo Marco Knechtle das Leder ins Tor schoss. Kurz vor Halbzeit setzte sich die gegnerische Nummer 11 gegen Maurus Rempfler durch und kam, nur noch vor den Hüter stehend, frei zum Schuss. Mit einer herrlichen Parade verhinderte Mario Kedmenec den Anschlusstreffer. Appenzell führte mit 2:0, gemessen an den Spielanteilen hätte es aber auch nur Unentschieden stehen können.
Drei Tore innert 20 Minuten
Die zweite Hälfte begann druckvoll: Nach einem schlechten Pass von Mario Kedmenec zielte ein Rheintaler neben das leere Tor. In der 51. Minute konnte der Appenzeller Torwart einem Kopfball ins weite Eck nicht mehr halten und Appenzell führte nur noch mit 2:1. Marco Knechtle sah auf der Gegenseite seinen Schuss abgewehrt. Einen weiteren Schuss der Rheintaler lenkte die Innerrhoder-Abwehr zur Ecke. Die Einheimischen machten nur mehr Druck. Nach einem klaren Abseits flog ein Kopfball über den Kasten. Aber auch Appenzell zeigte nun einige schöne Kombinationen, bei denen die Bälle auch ankamen.
Führungsverlust wegen Strafstoss
In der 72. Minute entschied der Schiedsrichter, dass Michael Sedda einen gegnerischen Spieler festgehalten habe. Der folgende Elfer drang zum Ausgleich ins Netz. Als Mario Kedmenec herauslaufend nicht vor dem Gegner an den Ball kam, befreite Maurus Rempfler in höchster Not zum Corner. Dieser führte anschliessend in der 77. Minute durch einen Schuss aus kurzer Distanz zum 3:2 für Rebstein. Die Innerrhoder reklamierten allerdings ein Foul an Michael Brander.
In der 87. Minute setzte sich der wieder einmal eingewechselte Ivan Gandara im gegnerischen Strafraum durch und passte zu Sokol Shabani. Dieser zielte aber in sehr aussichtsreicher Position daneben. In der 89. Minute fiel nach einem Zuspiel in die Mitte von links noch das 4:2 gegen die Innerrhoder, womit die Niederlage für Appenzell besiegelt war.
Am nächsten Samstag spielt Appenzell gegen das tabellenletzte St.Gallen.
4. Liga: Rebstein – Appenzell 4:2 (0:2)
Appenzell spielte in Rebstein mit: Mario Kedmenec; Maurus Rempfler, Michael Brander, Michael Sedda, Zaim Gagulic (ab 65. Min. Dario Ilic); Maurus Fässler, Meho Mujkanovic, Marco Knechtle (60. Min. Thomas Rempfler), Danijel Agatic, Sokol Shabani, Nedim Buljubasic (ab 79. Ivan Gandara).



























