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«Ein Zeichen setzen gegen Vorurteile»

TG. Mit ihrer Kampagne zum Tag des Flüchtlings 2009 will die Schweizerische Flüchtlingshilfe (SFH) ein Zeichen setzen gegen vorherrschende Vorurteile.

Die Aufnahmebereitschaft und Akzeptanz der Schweizerinnen und Schweizer gegenüber Flüchtlingen ist zunehmend einer abwehrenden Haltung gewichen, die geprägt ist durch vorschnelle Pauschalisierungen und Vorbehalte. Diese Entwicklung soll gestoppt werden.

Im Kanton Thurgau ist der grösste Teil der neu anerkannten Flüchtlinge aus Eritrea und schwarz. In der Betreuung dieser Personen durch den Thurgauer Flüchtlingsdienst wird häufig die Erfahrung gemacht, dass es sehr schwierig ist, Unterkunft und Arbeit für Menschen anderer Hautfarbe zu finden.

Vor allem andersfarbigen Menschen wird oft mit Vorurteilen oder gar Abneigung begegnet. Flüchtlinge und Asylsuchende sind von pauschalisierenden Aussagen und negativen Reaktionen deshalb besonders betroffen. Dabei wird oft vergessen, dass diese Menschen in ihrem Heimatland an Leib und Leben bedroht sind. Unter schwierigsten Umständen mussten sie fliehen, alles zurücklassen – oft auch die eigene Familie – und in einem anderen Land um Asyl nachsuchen.

Die Schweiz bietet echten Flüchtlingen Schutz und Aufnahme. Diese humanitäre Tradition basiert jedoch nicht nur auf den entsprechenden Gesetzen und der Praxis der Behörden, sondern auch auf der Bereitschaft der Bevölkerung, diese Menschen in der Gesellschaft zu integrieren. Die SFH hilft Flüchtlingen und vorläufig aufgenommenen Personen, sich bei uns zu integrieren und damit ihr Leben wieder selbständig zu leben und zu finanzieren. Im Thurgau werden diese Aufgaben durch den Thurgauer Flüchtlingsdienst wahrgenommen.
Mit dem Flüchtlingstag weist die SFH auf das Schicksal der 67 Millionen Menschen hin, die weltweit auf der Flucht sind. Nur ein kleiner Teil davon gelangt in die Schweiz: 2008 wurden 16’606 Asylgesuche gestellt. Wer Asyl erhält, soll eine Chance haben, hierzulande eine neue Heimat zu finden und sich integrieren zu können.

Caritas Schweiz ruft gleichentags zum Flüchtlingssonntag auf und appelliert an die Gottesdienstbesuchenden, Ihre Solidarität mit Menschen auf der Flucht auszudrücken. Die Kollekte kommt der Caritas-Flüchtlingshilfe zugute.

ThurgauThurgau / 10.06.2009 - 15:53:00