Ein «rauchlos glückliches» Leben
Das erstes Rauchstopptraining «rauchlos glücklich» wurde erfolgreich abgeschlossen.
Die Beratungsstelle für Suchtfragen Appenzell Ausserrhoden hat in den letzten zweieinhalb Monaten im Auftrag der Lungenliga AR ein Rauchstopptraining durchgeführt, in welchem Raucher/innen auf ihrem Weg in ein «rauchlos glückliches» Leben begleitet wurden.
Die Teilnehmenden und die Suchtberaterin und Rauchstopptrainerin Andrea Heeb ziehen Bilanz:
Zwischen dem 12. August und dem 21. Oktober 2008 fand das erste Rauchstopp-Gruppentraining der Beratungsstelle für Suchtfragen Appenzell Ausserrhoden statt. Die Gruppe zieht eine sehr positive Bilanz. 80% der Teilnehmenden haben des Ausstieg aus dem Raucher/innen-Leben geschafft und fühlen sich heute befreit von der Last, ständig rauchen zu müssen.
Bis zu den ersten drei Trainings durfte noch weiter geraucht werden. Am 6./7. September galt es dann ernst und die Teilnehmenden haben ihre letzten Zigaretten, alle Aschenbecher und Feuerzeuge entsorgt. Nach einem weiteren Training wurden sie von der Rauchstopptrainerin Andrea Heeb bis Mitte Oktober mit regelmässigen Telefoncoachings weiter betreut. Am 21. Oktober trafen sich alle noch einmal und die Kursteilnehmenden durften dann Ihre Urkunden entgegen nehmen. Gemeinsam feierten sie den erfolgreichen Rauchstopp und die ersten 6 Wochen ohne Zigarette.
Ich wollte dazugehören
Die Trainingsteilnehmenden haben zwischen 30 und 40 Jahren geraucht. Sie haben aus Neugierde, um anzugeben oder einfach in der Gruppe, um dazuzugehören mit dem Rauchen angefangen. Eine Kursteilnehmerin berichtet: «Ich war ca. 16 Jahre alt und in meiner Lebenssituation ziemlich unglücklich. Da bot sich die Zigarette an, damit ich ein Stängeli als Halt hatte. Später war es dann einfach nicht mehr möglich, einfach von der Zigarette loszukommen. Deshalb in ich heute besonders stolz, dass ich es mit meinem Willen, der Unterstützung durch das Rauchstopptraining und vor allem auch durch das gute Klima in unserer Gruppe geschafft habe, die Zigarette an den berühmt berüchtigten Nagel zu hängen».
Der Entschluss für einen Rauchstopp
Die Teilnehmenden berichten, dass ein Rauchstopp schon lange in ihrem Kopf herumgeisterte. Als sie die Kursausschreibung gelesen haben, wollten sie die Chance beim Schopf packen. Die gesetzlichen Veränderungen im Bereich «Schutz vor dem Passivrauch» z.B. in öffentlichen Gebäuden und beim Besuch in einem Restaurant empfand eine Teilnehmerin früher als unzumutbare Bevormundung. Heute, als Nichtraucherin, ist es für sie jedoch eine grosse Hilfe, wenn Sie in einem Restaurant einen Kaffee trinken kann und neben ihr nicht geraucht wird.
Eine andere Teilnehmerin berichtet: «Ich wollte meine Reise in die USA dazu nutzen, mit dem Rauchen aufzuhören. Auf der Reise und auch in Amerika selber gibt es beinahe keine Möglichkeit, zu rauchen und das motivierte mich zusätzlich, mit dem Rauchen aufzuhören.»
Andere motivieren
Würden die Teilnehmenden des ersten Rauchstopptrainings den Rauchstoppkurs weiter empfehlen? Die Antworten sind klar und einheitlich: «Ja, ungedingt! Der Rauchstoppkurs hat mir Kraft gegeben, auf das Rauchen zu verzichten und das wird auch bei anderen so sein! Bitte teilen Sie mir mit, wenn der nächste Rauchstoppkurs startet. Ich werde meine Verwandt- und Bekanntschaft motivieren, am nächsten Kurs teilzunehmen.» Eine Frau berichtete, dass ihr Partner sogar ebenfalls mit dem Rauchen aufgehört habe, obwohl er gar nicht am Kurs teilgenommen hat.
Der nächste Kurs startet übrigens am 6. Januar 2009. Anmeldungen nimmt die Beratungsstelle für Suchtfragen selbstverständlich schon heute entgegen.
Interview mit Andrea Heeb, Rauchstopptrainerin
Weshalb bietet die Beratungsstelle für Suchtfragen neu ein Rauchstopp-Gruppentraining an?
Einerseits sicher weil sich die politische wie auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Raucherinnen und Raucher verändert haben, andererseits weil wir in Zusammenarbeit mit der Lungenliga AR einen Leistungsauftrag ausgearbeitet haben, der unter anderem auch das Angebot für Rauchstopp-Trainings beinhaltet. Neben diesen zwei Gründen ist es auch für uns als Suchtfachleute ein Anliegen dieses Rauchstopptraining anzubieten. Und ein Rauchstopp in Gruppen erhöht die Erfolgschancen zum langfristigen Ausstieg erheblich.
Weshalb, glauben Sie, haben sich die Teilnehmenden für das Rauchstopptraining «rauchlos glücklich» angemeldet?
Aus den Rückmeldungen der Teilnehmenden wollten sie einerseits aus gesundheitlichen Gründen, andererseits aus dem Stress und der Sucht aussteigen, der für Raucherinnen und Raucher ein grosses Thema ist und ihr Leben ziemlich beherrscht hat.
Was waren Ihre wertvollsten Erfahrungen, welche Sie mit der Trainingsgruppe machen durften?
Die einzelnen Gruppenmitglieder konnten sich gegenseitig stützen und sie waren hochmotiviert den Ausstieg zu schaffen.
Gibt es auch in Zukunft weitere Rauchstopptrainings der Beratungsstelle für Suchtfragen?
Ja, am 6. Januar 2009 starten wir mit einem neuen Infoabend für Menschen die aus ihrem Suchtverhalten, der durch das Nikotin im Tabak verursacht wird, aussteigen wollen. Der Infoabend ist noch unverbindlich und alle Interessierten können sich dafür anmelden oder einfach vorbei kommen. Das Gruppentraining, welches dann verbindlich ist, startet am 13. Januar 2009. Es wäre toll, wenn sich viele Aussteigwillige für den zweiten Rauchstoppkurs «rauchlos glücklich» anmelden. Der entsprechende Flyer ist derzeit in Druck und kann ab sofort bei uns bestellt werden. Der abgeschlossene Kurs hat gezeigt, dass es eine grosse Unterstützung ist und sein kann.



























