Ein neues Notenheft mit 55 Kompositionen
Trogen. Am Sonntag, 2. November, wird um 16 Uhr im Saal des Hotels Krone ein Notenband mit Kompositionen des bekannten Tanzgeigers Emil Walser («Edelweiss» Trogen) vorgestellt.
Herausgeber ist das Zentrum für Appenzellische Volksmusik (Roothuus Gonten). Die Präsentation wird musikalisch umrahmt von der Streichmusik «Edelweiss» Herisau und ist öffentlich, der Eintritt ist frei.
Emil Walser wuchs in Gais auf, wo seine Eltern eine Bäckerei betrieben; bereits in der Schule erlernte er das Violinspiel. Einer seiner Geigenlehrer war der bekannte Musiker Josef Peterer Gehrseff aus Appenzell. Als Jugendlicher (und auch später wieder) spielte er häufig mit Dr. Brenner, dem unermüdlichen Sammler von Appenzellermusik zusammen. Emil erlernte dann den Beruf eines Konditors und kam nach seiner Lehrzeit in Rorschach in die Welt hinaus. Immer aber blieb er seiner Appenzellermusik treu.
Im Jahre 1933 kaufte er sich eine Café-Konditorei in Altstätten, die er während 28 Jahren betrieb. Danach zog Walser nach Trogen und lebte nur noch für seine geliebte Appenzellermusik. An die 35 Jahre spielte er in der Streichmusik «Edelweiss» Trogen mit. In dieser Phase entstanden dann auch viele seiner Kompositionen. Er schuf Musikstücke, in erster Linie Tanzmusik, danebst auch Zäuerli und wenige Lieder, zu denen er auch die Texte selbst verfasste. Schon früh traten bei Emil Walser gesundheitliche Probleme auf, ein erster Herzinfarkt war Zeichen für seine angeschlagene Gesundheit. Schliesslich erlitt er einen Herzschlag, während er einem Knaben Musikunterricht erteilte.
Emil Walser legte Wert auf gute Ausbildung junger Appenzellermusikanten, nebst Geige unterrichtete er auch das Hackbrett.



























