Ein nervöses Spiel
Unihockey. Im Duell der letztjährigen Tabellennachbarn UHC Herisau - Rheintal Gators Widnau ging es von Anfang an nervös zu und her.
So war es nicht verwunderlich, dass auf beiden Seiten die Angriffe meistens in der gegnerischen Platzhälfte versandeten. Nach fünf Minuten konnte Herisau in Überzahl agieren. Allerdings sprang nichts Zählbares heraus.Die beiden Teams neutralisierten sich gegenseitig. Einziger Gefahrenherd waren Standardsituationen vor allem in der Herisauer Platzhälfte, die aber allesamt abgeblockt oder vom Herisauer Torhüter Kläger abgewehrt wurden.
Zweimaliger Ablenker
Typisch für die zerfahrene Partie war denn auch die Art der Entstehung des ersten Gasttreffers. Nach einem Freistoss in der linken Ecke der Herisauer Platzhälfte führte der anschliessende Drehschuss aus spitzem Winkel nach zweimaligem Ablenker zum ersten Tor des Spiels. Der neutrale Zuschauer erhoffte sich von diesem Treffer an eine attraktivere Partie. Es blieb aber bei der Hoffnung. Das Spiel blieb hektisch und ordinär herausgespielte Torchancen Wunschdenken. Nach 14 Minuten im ersten Drittel gelang dem Heimteam der Ausgleichstreffer durch Etter. Er erwischte den gegnerischen Torhüter mit einem flachen Schuss in die nahe Ecke. 3 Minuten vor Drittelsende musste auch das Heimteam erstmals eine Unterzahlsituation überstehen. Dies gelang unbeschadet, somit gingen die Teams mit einem 1:1 in die Drittelspause.
Widnau blieb gefährlich
Auch das zweite Drittel blieb unter den Erwartungen. Widnau konnte zwar immer wieder gefährlich vor dem Herisauer Tor auftauchen, doch wurden alle Chancen vom stark aufspielenden Kläger pariert. Auch ein Aluminiumtreffer Widnaus konnte die Appenzeller nicht aufwecken. Seitens Herisau entstanden selten Torgefahr. Entweder die Angriffe verloren sich in Ungenauigkeiten, oder aber die Widnauer konnten den Ball vorher unter Kontrolle bringen. Somit blieb es auch nach zwei Dritteln beim gleichen Resultat.
Ungenutzte Torchancen
Die fällige Standpauke in der Herisauer Kabine sollte die Mannschaft endlich wachrütteln. Im dritten Drittel stellte Herisau auf zwei Linien um. Die Spielweise wurde ansatzweise besser. Die Appenzeller konnten vermehrt Angriffe lancieren die zumindest Torgefahr hervorriefen. Doch auch Widnau liess mehrere Torchancen ungenutzt. Das Spiel ging in die letzten Minuten. Ein Freistoss für Widnau in der Appenzeller Verteidigungszone wurde abgeblockt. Blitzschnell schaltete man auf Angriff um. Durch die Mitte konnte nach wenigen Pässen Lanfranchi lanciert werden. Der liess sich nicht zweimal bitten und schob den Ball, nachdem er den Torhüter ausgelassen hatte, zur glücklichen 2:1 Führung ein. Daraufhin nahm Widnau den Goalie für einen sechsten Feldspieler raus. Es gelangen ihnen jedoch nebst einem weiteren Aluminiumtreffer nicht mehr auf die Führung zu reagieren. Dann war Schluss. Der knappe Sieg hievte Herisau auf den fünften Platz währenddem Widnau weiterhin auf die ersten Punkte in der Saison wartet.
Stärkerer Gegner
Nächsten Samstag, den 13. Oktober findet wiederum ein Heimspiel zur gleichen Zeit (19 Uhr) im Sportzentrum statt. Allerdings gastiert mit Trimmis ein wesentlich stärker zu einschätzender Gegner. Um weitere Punkte gegen Trimmis einzufahren muss eine klare Leistungssteigerung her.
Der UHC Herisau hat mit folgender Aufstellung gespielt:
Etter Michael, Schoch Christian, Hess Michael, Resegatti Fabio, Widmer Ernst, Huber Christian, Lieberherr Peter, Studer Luca, Furrer Steven, Baumgartner Ruben, Kläger Bruno, Steinhauer Benjamin, Frick Markus, Bischof Mirco, Büsser Roger, Lanfranchi Adrian, Nüesch Raphael, Steiner Matthias, Butz Marco
UHC Herisau – Rheintal Gators Widnau 2:1 (1:1/0:0/1:0)
Sportzentrum Herisau: 100 Zuschauer
Tore: 10.27 Spirig C. 0:1, 14:09 Etter (Steiner) 1:1, 57.27 Lanfranchi 2:1
Strafen: UHC Herisau 1 x 2 Minuten, Rheintal Gators Widnau 1 x 2 Minuten



























