«Ein Nein wäre fahrlässig»
Leserbrief. CVP-Kantonsrat Thomas Merz-Abt aus Weinfelden äussert sich zur Abstimmung über die Erweiterung der Personenfreizügigkeit.
Wir stehen vor wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Darüber besteht weit herum Einigkeit. Die Wirtschaft braucht nun dringend gute Rahmenbedingungen, Stabilität und Verlässlichkeit, guten Zugang zum europäischen Markt. Und ausgerechnet jetzt setzen die Gegner der Bilateralen Verträge diese Rahmenbedingungen aufs Spiel.
Sie betreiben damit ein gefährliches Spiel. Die letzten Jahre zeigten deutlich, dass die Personenfreizügigkeit in vielen Branchen von entscheidender Bedeutung ist, damit sich Betriebe entwickeln können. Und sie ist ein wichtiger Standortfaktor, damit sich neue Betriebe ansiedeln.
Sie wirkten sich in vielerlei Hinsicht positiv auf unsere Wirtschaft aus. Wer diese Verträte ausgerechnet jetzt gefährdet, gräbt in einer entscheidenden Phase leichtsinnig der Wirtschaft die Wurzeln ab.
Was mich zudem im aktuellen Abstimmungskampf ärgert, ist die negative Stimmung, die gegenüber den neuen EU-Ländern aufgebaut wird. Ich war in den letzten Jahren mehrmals in Rumänien und habe dabei durchwegs sehr offene, interessierte Menschen kennengelernt. Darüber hinaus habe ich auch direkt erfahren, welch gewaltige Dynamik hier eingesetzt hat. Wollen wir hier einfach abseits stehen? Gerade die jetzige Ausweitung gibt uns auch wichtigen Zugang zu den neuen EU-Ländern. Stimmen wir also am 8. Februar Ja – zu unseren eigenen Gunsten!



























