Ein Land, eine Zwangsschule
Leserbrief. Mit lachenden Kindern wirbt das Komitee Ja zu HarmoS für «Ein Land, eine Schule». thurgau24.ch-Leser Arthur Bosshart vergeht aber beim Gedanken an HarmoS das Lachen.
Denn der schöne Satz «Ein Land, eine Schule» tönt in den Ohren vieler Stimmbürger sehr schön und manche erhoffen sich dadurch ein besseres Leben. Doch stellen wir uns einmal ein paar Fragen zu «eine Schule für alle»:
Was wenn eine problematische Minderheit in Berufung auf das Rassismusgesetz, seine Meinung und Überzeugung in die Schule einbringt?
Was wenn mein Kind eine gänzlich andere Überzeugung oder einen gänzlich anderen Glauben hat, als das was die Schule den Kindern beibringt?
Was mit der Vielfalt von Menschen, Rassen, Religionen und Meinungen, sollen sie alle auf «ein und denselben Nenner» gebracht werden?
Soll der Berner, und Basler wirklich genau dasselbe lernen müssen wie der Thurgauer oder Appenzeller? Soll der Westschweizer gleich dem Deutschschweizer gedrillt und gelehrt werden?
Kann «eine Schule für alle», eine gute Schule sein, oder ist sie nicht schon von Anbeginn zum scheitern verurteilt?
Wären verschiedene Schulen doch nicht vorteilhafter für unsere Kinder, auch wenn es für uns Erwachsene einige Unannehmlichkeiten mit sich bringt?
Haben wir keine anderen Probleme mehr zu lösen, als für uns noch mehr Bequemlichkeit zu schaffen?
Und zum Schluss, können vom Staat angestellte LehrerInnen und Behörden, welche beruflich und finanziell vom Staat abhängig sind, unbefangen über das Thema HarmoS informieren?
Das sind nur einige Fragen, die man sich vor dem Abstimmen überlegen sollte.
Ich selbst bin zum Schluss gekommen: «Besser als HarmoS ist eine freie Schulwahl für alle».