Ein Herisauer im Speed-Fieber
Ski. Im Interregionsvergleich in Davos fuhr der in Herisau wohnhafte Ralph Weber in der Abfahrt auf Platz drei - im Super-G verpasste er knapp das Podest.
Der OSSV-Nachwuchs eroberte im Interregionsvergleich drei Podestplätze Innerhalb der Interregion Ost, der die besten Nachwuchsfahrer des Bündner-, Liechtensteiner-, Tessiner- und des Ostschweizer Skiverbandes sowie des Skiverbandes Sarganserland-Walensee angehören, scheinen die OSSV-Vertreter eine Vormachtstellung einzunehmen. Beim Speed-Vergleich in Davos siegte der Toggenburger Reto Hermann in der Abfahrt und im Super-G.
Der in Herisau wohnhafte und für die JO Gossau startende Ralph Weber fuhr in der Abfahrt auf Platz drei und im Super-G verpasste er das Podest als Vierter um 0,03 Sekunden. Dieser Speed-Vergleich auf der Piste «Pischa» in Davos diente als Ausscheidung für den Swiss Downhill-Cup. Als Talentspäher setzte Swiss Ski den ehemaligen Startrainer Karl Frehsner ein. Er stand den Organisatoren mit Rat und Tat zur Seite. «Beeindruckend ist die mannschaftliche Leistung in der Abfahrt mit vier Top-Ten-Klassierungen. Bei den Mädchen verpassten Tanja Schwitter und Anja Defila das Podest nur knapp. Über allem stehen die beiden Siege von Reto Hermann. Er dürfte an den Schweizermeisterschaften zu den Medaillenanwärtern gehören», gab sich OSSV-Trainer Hannes Patliger zuversichtlich.
Reto Hermann wie ein Routinier
In Davos herrschten an beiden Trainingstagen gute Bedingungen. Die anspruchsvolle Piste präsentierte sich in einem ausgezeichneten Zustand, so dass sich die Mädchen und Knaben behutsam an die Strecke und die hohen Geschwindigkeiten herantasten konnten. Am dritten Tag wurden die Abfahrtsrennen ausgetragen und ein Super-G Training durchgeführt.
Die Bestmarke von Robin Gansner (Sassauna) in der Abfahrt geriet erst in Gefahr als mit der Startnummer 48 der 15-jährigen Reto Hermann (Ulisbach) ins Rennen stieg. Er fühlte sich auf der anspruchsvollen Abfahrtsstrecke von Fahrt zu Fahrt sicherer und zog im Rennen alle Register. Die Zeit des zweitplatzierten Robin Gansner unterbot Reto Hermann um 0,12 Sekunden. Gleich hinter Reto Hermann versuchte sich Ralph Weber auf der Piste «Pischa». Dank einer sauberen Fahrt ohne nennenswerte Fehler reihte sich Ralph Weber 0,20 Sekunden Rückstand als Dritter ein. Die Zeiten dieses Trios blieben im weiteren Verlauf des Rennens unangetastet. Mit Mathias Federer (Gossau) als Neunter und Jérôme Schefer (Unterwasser) als Zehnter, klassierten sich zwei weitere OSSV-Kaderfahrer in den Top-Ten. Auch Simon Egli (Gossau) als 19., Dano Waldburger (Bühler) als 28., Pascal Hässig (Wildhaus) als 32., Franco Malacarne (Elm) als 36., Nicola Ruckstuhl (Bühler) als 38. und Fabio Vögeli (Elm) als 41. zeigten gute Leistungen.
In der Abfahrt der Mädchen nutzte Jasmine Flury (Davos) ihren Heimvorteil und siegte vor Chiara Gmür (Sächsmoor). Die 15-jährige Gasterländerin Tanja Schwitter (Schänis) verpasste das Podest als Siebte lediglich um 0,33 Sekunden. Ihre achtplatzierte Teamkollegin Anja Defila (Wildhaus) distanzierte Tanja Schwitter um 0,04 Sekunden. Die restlichen OSSV-Vertreterinnen Nina Holenstein (Krummenau) als 21., Laura Stump (Unterwasser) als 24., Eliana Fuchs (Urnäsch) als 26., Nina Högger (Gams) als 28. und Daniela Aktherr (Urnäsch) sammelten als eigentliche Technikerinnen wertvolle Speed-Erfahrungen.
Aufgrund des schlechten Wetters konnte der Super-G nicht wie geplant am Samstag durchgeführt werden, so dass die Trainingsfahrt vom Vortag als Rennen gewertet wurde. Somit stand bei den Knaben erneut Reto Hermann als Sieger fest. Diesmal setzte er sich klar gegen Robin Gansner und Gian Sgier (Vella) durch. Ralph Weber verpasste als Vierter die Bronzemedaille nur um winzige drei Hundertstelssekunden. Jérôme Schefer vervollständigte die erfreuliche OSSV-Bilanz als Sechster. Nicola Ruckstuhl als 21., Mathias Federer als 23., Franco Malacarne als 26., Fabio Vögeli als 28., Simon Egli als 30., Dano Waldburger als 34. und Pascal Hässig als 41. sammelten wichtige Super-G-Erfahrungen. Bei den Mädchen siegte wiederum Jasmine Flury. Die OSSV-Kaderfahrerinnen konnten nicht ganz an die Vorstellungen in der Abfahrt anknüpfen. Als Beste klassierte sich Anja Defila als 14. Nina Holenstein (24.), Tanja Schwitter (25.), Nina Högger (26.), Laura Stump (27.), Eliane Fuchs (30.) und Daniela Altherr (33.) vervollständigten die mässigen OSSV-Resultate.
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