Ein gutes Jahr für den Tourismus
Thurgau. Der Kanton gibt bekannt, dass der Tourismus ein gutes Jahr hatte, während der eindrückliche Exportboom vom Vorjahr abflaute.
Gemäss des elektronischen Newsletters der Dienststelle für Statistik war 2008 für den Thurgauer Tourismus ein gutes Jahr, während der eindrückliche Exportboom der Vorjahre abflaute.
Die Logiernächtezahl in den Thurgauer Hotel- und Kurbetrieben nahm nach den kräftigen Zuwächsen in den Jahren 2006 (+ 4,5 Prozent) und 2007 (+ 3,3 Prozent) im Jahr 2008 weiter zu. Mit einem Anstieg um 1,5 Prozent überschritt sie die Schwelle von 400 000 Übernachtungen.
Dies ist so viel, wie seit mindestens 30 Jahren nicht mehr. Zum guten Ergebnis der Thurgauer Hotel- und Kurbetriebe im Jahr 2008 trugen vor allem Schweizerinnen und Schweizer bei. Sie verbrachten fast 8000 Nächte mehr im Kanton Thurgau als im Vorjahr (+ 3,3 Prozent). Aber auch Gäste aus Deutschland, Österreich und Italien übernachteten häufiger im Thurgau.
Thurgauer Exportboom flaut ab
Die Ausfuhren aus dem Thurgau blieben 2008 um 0,2 Prozent hinter ihrem Vorjahreswert zurück. Damit hat sich die Exportwirtschaft, die im Jahr zuvor um kräftige 16 Prozent expandiert hatte, deutlich abgekühlt. Die Thurgau Exportkonjunktur zeigte etwas stärkere Ermüdungserscheinungen als die gesamtschweizerische, wo die Ausfuhren mit einem Plus von knapp 5 Prozent immerhin noch moderat expandierten.
Die Thurgauer Importe haben im Vergleich zum Vorjahr geringfügig um 1,7 Prozent zugenommen. Der Handelsbilanzüberschuss ist von 248 Millionen Franken im Jahr 2007 auf 164 Millionen Franken in 2008 gesunken.
Industriebranchen unterschiedlich betroffen
Die Industriebranchen sind vom Rückgang unterschiedlich betroffen. In der im Thurgau bedeutendsten Exportbranche Maschinen, Apparate und Elektronik blieben die Ausfuhren um 0,5 Prozent unter ihrem Vorjahreswert. Die ebenfalls gewichtige Metallindustrie konnte hingegen ihre Ausfuhren geringfügig um 1 Prozent steigern. Gesamtschweizerisch war die Entwicklung entgegengesetzt (Metalle: -1,4 Prozent, Maschinen: +1,7 Prozent).
In der drittgewichtigsten Exportbranche, der Fahrzeugindustrie, haben sich die Ausfuhren 2008 um fünf Prozent zurückgebildet. In dieser Branche hatten die Exporte jedoch zuvor markant zugelegt. Vom Rückgang unberührt blieben die Schienenfahrzeuge, deren Ausfuhrvolumen sich auf dem guten Vorjahresniveau halten konnte.
Die Präzisionswaren nehmen in der Thurgauer Exportlandschaft zwar einen vergleichsweise geringen Raum ein, aber ihre Entwicklung machte sie zum «Aufsteiger» des Jahres 2008. Mit einer wertmässigen Steigerung von 11,2 Prozent legten die Thurgauer Präzisionswaren sogar kräftiger zu als die gesamtschweizerischen Ausfuhren dieses Industriezweigs (+6,7 Prozent). Mehr Waren als im Vorjahr führten ferner die Nahrungs- und Genussmittelbranche (+2,9 Prozent) sowie das Segment der Chemikalien und verwandten Erzeugnisse (+ 0,9 Prozent) aus. Der Textil- und Bekleidungssektor verfehlte sein Vorjahresexportergebnis um beinahe 8 Prozent.
Weitere Details finden sich im elektronischen Newsletter der Dienststelle für Statistik auf www.statistik.tg.ch .



























