Ein ganz spezielles Klosterfest
Walzenhausen. Das Kloster Grimmenstein nutzte die Gelegenheit des traditionellen Klosterfestes um seine neuste Errungenschaft, die Holzschnitzelheizung der breiten Öffentlichkeit vorzustellen.
Pater Hesso Hösli ermunterte die Besucherinnen und Besucher eingangs im Gottesdienst unter der Linde zur Stärkung des Vertrauens in Gott. Er zeigte auf, dass gerade unruhige Zeiten mit Meinungsverschiedenheiten oder aber Krankheiten ein Weg seien, dieses Vertrauen in Gott zu erneuern und zu vertiefen.
Nach dem feierlichen Gottesdienst unter freiem Himmel und bei strahlend schönem Wetter lud die Kirchgemeinde zum gemeinsamen Mittagessen sowie anschliessenden Spielen organisiert vom Jugendtreffpunkt Walzenhausen ein.
Erneuerbare Energie
Im zweiten Teil des Klosterfestes gehörte die ungeteilte Aufmerksamkeit den verschiedenen Rednern, die sich erfreut über die neueingebaute Holzschnitzelheizung des Klosters Grimmenstein äusserten, als erster Gemeindepräsident Clemens Wick, seines Zeichens auch Präsident des katholischen Kirchenverwaltungsrates.
Nach Clemens Wick erklärte Architekt Willi Feist, dass die ehemalige Heizanlage mit Holzheizung ergänzt durch Gas nicht mehr den Normen entsprach, weshalb sich die Schwesterngemeinschaft für eine Holzschnitzelheizung entschieden hätte, nicht zuletzt weil das Kloster Grimmenstein über eigenen Wald verfüge. Ziele des Neueinbaus sei es gewesen, dass die Heizung nicht sichtbar sei. Mit einem kleinen Kamin und einem Treppenabgang seien diese bestens erreicht worden.
Jährliche Einsparungen
Patrik Lerch, Technischer Berater des Büros Ostschweiz der Firma Iseli Umwelt & Heiztechnik AG, Wauwil, zeigte auf, dass mit der Erstellung eines neuen Heizgebäudes neben dem Pächterhaus der Nahwärmeverbund Kloster Grimmenstein entstanden sei, in welchen Klostergebäude mit Teehaus und Kirche, Pfarr- und Pächterhaus mit eingebunden seien. Die gesamte Leistung aller Wärmeverbraucher betrage maximal. 240 Kilowatt.
Verglichen mit einer entsprechenden Ölheizung würden mit dieser Holzschnitzelfeuerung bei einem Bedarf von 800 Kubikmeter Holz jährlich, rund 50000 Franken pro Jahr eingespart.
Filter dank Sponsor
Kastenvogt Carlo Schmid blickte zurück und zeigte sich über den Einspruch besorgter Nachbarn nicht erstaunt. Die Betroffenheit der Einsprecher sei gross gewesen, das Kloster habe diese ernst genommen, doch ohne Sponsor wäre der Einbau des von den Nachbarn geforderten Filters nicht möglich gewesen.
Dem Sponsor aus dem Inneren Land, der namentlich nicht genannt werden wolle, gelte ein grosser Dank, weil er mit seinem Engagement dafür gesorgt habe, das die Konfliktsituation gelöst werden konnte, denn das Kloster wolle ein guter Nachbar sein und bleiben.
Kloster will guter Nachbar sein
Damit seien mit der Holzschnitzelheizung gleich drei wichtige Punkte erreicht worden: C02-Neutralität, preiswertes Heizen sowie Frieden mit den Nachbarn.
Der Dank von Carlo Schmid galt neben vielen anderen Frau Mutter Raphaela Kühne, seinem Departement, dem Amt für Kultur, aber auch den Amtsstellen des Kantons Appenzell Ausserrhoden für die zeitlich beeindruckend gute Sequenz bei der Abhandlung der verschiedenen Bauverfahrensschritte.
Nach den Rednern besichtigten zahlreiche Klosterfestbesucher die Holzschnitzelheizung.
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