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Ein exzellenter Partner der PHTG

Kreuzlingen. Die Universität Konstanz gehört zu den besten Universitäten Deutschlands. An einer Veranstaltung der PHTG wurden die dadurch entstandenen Folgen für die Zusammenarbeit aus schweizerischer Perspektive besprochen.

Die Universität Konstanz gehört seit Oktober 2007 offiziell zu den zukunftsträchtigsten Universitäten Deutschlands. Im Fokus einer Impuls-Veranstaltung an der PHTG standen Grundlagen und Herausforderungen des neuen Titels und die Folgen für die Zusammenarbeit aus schweizerischer Perspektive.

Als kleinste und jüngste Bewerberin erhielt die Universität Konstanz am 19. Oktober 2007 den Titel «Exzellenzuniversität» und gehört damit zu den neun prämierten deutschen Universitäten.

Damit verbunden sind Fördergelder: 60 bis 80 Millionen Euro in fünf Jahren für das Zukunftskonzept (Zentrum für Nachwuchsforschung), fünf Jahre je 5 Millionen für den Exzellenzcluster (geisteswissenschaftlicher Forschungsverbund) und je 1 Million für die Graduiertenschule «Chemische Biologie».

Gerhart von Graevenitz, seit 2000 Rektor der Universität Konstanz, skizzierte an einer Impuls-Veranstaltung der PHTG vor rund 40 Gästen, darunter der Konstanzer Oberbürgermeister Horst Frank, die Basis des Erfolgs: Von Anfang an habe man die Stärken genutzt, die die Kleinheit biete: kurze Wege, flexible Kooperationen, also die besten Voraussetzungen für Interdisziplinarität und die Verbindung von Lehre und Forschung.

Erfolge in der Forschung hätten überzeugt, aber auch der Modellcharakter der lebendigen, aktiven Universität, die ihr reformatorisches Selbstverständnis habe bewahren können, indem sie immer eigene neue Ansätze erprobt habe, so von Graevenitz.

Den ersten «Leuchtturm» zur «Exzellenz» gesetzt hat der 2006 gewonnene Exzellenzcluster «Kulturelle Grundlagen von Integration», den zweiten die interdisziplinäre Konstanzer Graduiertenschule «Chemische Biologie» und den dritten schliesslich das Zukunftskonzept mit dem «Zukunftskolleg» zur Unterstützung promovierter Nachwuchswissenschaftler.

Der wissenschaftliche Erfolg der Uni Konstanz wird rund 400 neue Stellen schaffen, neue Räumlichkeiten sind nötig; die Bauarbeiten dazu haben begonnen. Diese Strukturen werden über den Ruf des Exzellenztitels hinaus Auswirkungen auf die Stadt, den Wohn- und Finanzraum Konstanz haben, ist sich Gerhart von Graevenitz sicher.

Indirekt betroffen ist damit auch die PHTG, deren Kooperationsprojekte mit der Universität Konstanz wichtige Entwicklungspfeiler darstellen, wie Ernst Preisig, Rektor der PHTG, erklärte. Zwischen 2003 und 2008 konnten konkret folgende Kooperationsvereinbarungen abgeschlossen werden: die Vereinbarung über Gaststudierende in der Lehrerinnen- und Lehrerbildung, die Schaffung eines gemeinsamen erziehungswissenschaftlichen Lehr- und Forschungsangebots, das gemeinsame Angebot eines schweizerisch anerkannten Studiengangs Sekundarstufe II (im letzten Herbst haben rund 40 Studierende, davon rund die Hälfte Deutsche, mit dem Studium begonnen) und die Schaffung der beiden neuen Studiengänge Sekundarstufe I und Frühpädagogik.

Damit werde ab 2009 noch einmal ? dies in einem viel grösseren Masse als bisher ? die Zusammenarbeit mit der Universität Konstanz für die PHTG die Grundlage für neue Studiengänge, so Preisig.

Nivardo Ischi, Generalsekretär der Schweizerischen Universitätskonferenz, schlug in seinen abschliessenden Ausführungen die Brücke zur Hochschullandschaft Schweiz. Hier bestünden ähnliche Probleme, deshalb sei es von Interesse, wie sich unmittelbare Nachbarn entwickelten. 2006 hat der Souverän die Bildungsverfassung mit 86 Prozent Ja-Stimmen angenommen.

Von September 2007 bis Januar 2008 war der Entwurf für ein Bundesgesetz über die Förderung der Hochschulen und die Koordination im schweizerischen Hochschulbereich (HFKG) in der Vernehmlassung. Das Bundesgesetz wird künftig die einzige gesetzliche Grundlage des Bundes sowohl für die finanzielle Förderung der Universitäten und Fachhochschulen als auch für die politische Steuerung des Schweizer Hochschulbereichs zusammen mit den Kantonen sein. Die Änderungen des Hochschulgesetzes, in dem erstmals auch explizit die Pädagogischen Hochschulen erwähnt werden, wird jedoch keine direkten Konsequenzen auf die Kooperation der PHTG mit der Universität Konstanz haben.

ThurgauThurgau / 27.02.2008 - 13:30:00