Dynamo traf auf Grashoppers
Wald. Ein Fussballturnier zwischen zwei Wohheimen sorgte für viel Aufregung. Acht Teams rangen um den Sieg.
«Wir kamen beide aus zwei verschiedenen Einrichtungen, in denen es das schon gab», blicken die beiden Betreuer Thorsten Baunach und Dirk Meng zurück. Nach dem die Heimleitersitzung dem Vorhaben positiv gegenüberstand und auch der Geschäftsleiter grünes Licht erteilt hatte, wurden Ansprechpartner in den anderen sechs Wohnheimen der Stiftung gesucht und gefunden. [space]Wichtig war natürlich auch ein Sportplatz, den Wald, zentral für die Wohnheime von Teufen, Trogen, Rehetobel und Walzenhausen gelegen, verdankenswerterweise zur Verfügung stellte. Dann schrieben die zwei ein genaues Reglement, damit es fair zu und her gehe und das Spiel fliessen könne, aber auch damit nicht an den Bewohnern vorbei gespielt werden konnte.
Grosse Freude am Spiel
An den Bewohnern wurde definitiv nicht vorbeigespielt, auch wenn die Mannschaften aus Betreuerinnen und Betreuern sowie Bewohnern gemischt zusammengestellt waren.
Da war zu hören: «Rafael chommer go hälfe», oder «Super gmacht Rafael». Die Fans standen am Feld mit Rasseln und feuerten ihre eigenen Mannschaften an. Dazu lief fetzige Popmusik im Hintergrund. So eiferte Erwin seinen grossen TV-Idolen nach. Als er ein Tor geschossen hatte, krönte er seinen Erfolg mit einer Freudenrolle und als das Spiel gewonnen war, konnte er sich vor Glück kaum halten. Danach erzählte er: «Wir haben gewonnen. Alle sechs Spiele. Ich spiele gerne Fussball und habe grosse Freude daran.»
Max, schon beinahe sechzig Jahre alt, genoss es, einmal selbst aktiver Fussballer zu sein und Heidi kam begeistert daher, um zu unterstreichen: «I ha gwonne». Xaver verkündete stolz: «I ha a Gool gschosse».
Wanderpokal und Diplom
Nach den Vorrundenspielen am Vormittag folgte die verdiente Stärkung mit Wurst und Brot. Doch auch in der offiziellen Spielpause fand sich eine stattliche Anzahl Spielerinnen und Spieler auf dem Feld und kickte mit viel Lust. Nach dem Mittagslunch folgten der Halbfinal, anschliessend das Penaltyschiessen um Platz acht bis drei und danach der Höhepunkt, der Final zwischen Dynamo Rehetobel und Speedy, den Dynamo Rehetobel für sich entschied.
Als Andenken erhielt jede Mannschaft ein Diplom und die Sieger einen Wanderpokal. Thorsten Baunach und Dirk Meng hoffen auf eine jährliche Wiederholung des Turniers. Die Resonanz wird es weisen, ob das Fussballturnier der Stiftung Waldheim bald zur Tradition wird.
Würden die Bewohnerinnen und Bewohner alleine entscheiden, wäre das Fussballturnier wohl mehr als einmal jährlich, so gross war die Freude über das Spielen, den Wettkampf und das gemütliche Miteinander.



























