Dunant-Platz verbessern, erneuern und verschönern
Heiden. Der Dunant-Platz an der Seeallee soll besser zur Geltung kommen und vielfältiger genutzt werden können.
Zur Vorbereitung dieser Massnahmen setzte der Gemeinderat eine Projektgruppe ein. Von zwei eingeholten Projektstudien/Ideenskizzen obsiegte jene von Tobias Pauli, Landschaftsarchitekt, St. Gallen. Darin wird insbesondere das Dunant-Denkmal nach Norden ver-schoben, um dessen Wirkung noch hervorzuheben.
Die EW Heiden AG beabsichtigt, der Gemeinde Heiden auf das Dunant-Jahr 2010 hin eine neue Beleuchtung für den Dunant-Park zu spenden. Der Gemeinderat dankt dem EW-Heiden für diese grosszügige Geste. Er nahm dies zum Anlass, die Erscheinung und Gestaltung des Dunant-Platzes insgesamt zu überprüfen.
Für die Projektierung dieser Massnahmen bis und mit Vergabeantrag der Sanierungsarbeiten wurde eine Projektgruppe eingesetzt. Sie hat die Kompetenz, für die Planung externe Fachleute sowie den kantonalen Denkmalpfleger beiziehen. Dies hat die Projektgruppe denn auch getan. Sie lud für eine Entschädigung von je 3’000 Franken zwei Landschaftsarchitekten ein, eine Projektstudie/Ideenskizze zu erarbeiten.
Neugestaltung bringt «Präzisierung des Ortes»
Für die Präsentation einer Projektstudie/Ideenskizze vor dem Gemeinderat erhielt Tobias Pauli, Landschaftsarchitekt, St. Gallen, den Zuschlag. Mit seinem Projekt zur Neugestaltung des Dunant-Platzes will er «eine Präzisierung des Ortes» erreichen.
Der Dunant-Platz wird damit zu einem offenen Platz mit räumlich klar zugewiesenen Bereichen und Funktionen:
• Platz unter den Linden
• Gedenkstätte Henry Dunant
• Aussichtsplattform.
Tobias Pauli beschreibt sein Projekt u.a. mit folgenden Worten: Die Krete mit dem Dunant-Platz bildet den Übergang zwischen der offenen Landschaft im Norden und dem südlich gelegenen Kurpark. An diesem sehr besonderen Ort ist eine Sicht Richtung Park und Dorf wie auch in die Ferne zum Bodensee möglich. Die seitlich gele-genen Gärten sind rahmenbildend.
Das Dunant-Denkmal wird in seiner Lage und axialen Ausrichtung verschoben. Damit erhält es einen sehr prominenten Ort und die umgebenden Flächen werden spannungsreicher. Die orthogonale (d.h. die im rechten Winkel angelegte) Formensprache wird zudem durch die den Platz begrenzende Sitzmauer durchbrochen.
Die diffuse Verflechtung mit dem Hotel Heiden erfährt auf diese Weise eine wohltuende Korrektur. Mit dieser funktionalen Gliederung werden Räume mit unterschiedlichen Aufenthaltsqualitäten geschaffen.
Mobile Sitzbänke erlauben Nutzung des ganzen Platzes
Das grosszügige, mit Blumenstauden und Gräsern bepflanzte Schmuckbeet bildet den Auftakt des Dunantplatzes und lädt ein, sich auf diese baumbestandene Anhöhe zu begeben. Der begehbare Bereich ist als chaussierte Fläche ausgestaltet. Sitz-mauern bilden den Übergang zwischen den einzelnen Nutzungsbereichen und definieren die Grenzlinie zur Landschaft. In ihrer Formgebung und Materialität nehmen sie den Zeitgeist der umgebenden Gebäude (Kursaal und Hotel Heiden) auf.
Sechs Fahnen (Schweiz, Appenzell-Ausserrhoden, Heiden, Rotes Kreuz, Roter Halbmond und Roter Kristall) werden als Block gesetzt; sie haben eine starke Symbolkraft und betonen die Vertikale. Mobile Sitzbänke erlauben es, dass der gesamte Platz für Veranstaltungen genutzt werden kann.
Die Beleuchtung ist dezent gehalten. Zwei Bodenscheinwerfer beleuchten das Denkmal. Leuchtbänder entlang der Sitzmauern zitieren die Begrenzung des Platzes. Mit der grosszügigen und räumlich präzisierten Neugestaltung – so Tobias Pauli – erhalte der Dunantplatz einen dem Dorf Heiden angemessenen urbanen Charakter.
Nach der Vorstellung der Projektskizze wurde die Idee auch den unmittelbaren Nachbarn, den touristischen Verantwortlichen, dem «Beleuchtungssponsor» EW Hei-den sowie den Vorstands- und Arbeitsgruppenmitgliedern der Vereine «Henry-Dunant-Museum» und «Dunant-Jahr 2010» unterbreitet. Die Projektskizze fand dabei viel Wohlwollen. Nun sind die Projektgruppe und der Projektverfasser an der Arbeit, aufgezeigte Verbesserungen vorzunehmen und den Kostenvoranschlag zu erarbei-ten. Insbesondere soll die Wegführung – v.a. in Bezug auf die Rollstuhlgängigkeit – überprüft werden.
Die Arbeiten sollen so erledigt werden, dass die Erneuerung des Dunant-Platzes im Laufe des Jahres 2009 erfolgen kann und die Anlage im (Dunant-)Jahr 2010, in dem auch das Biedermeierfest stattfindet, fertiggestellt ist. Der touristisch bedeutsame Platz erhält damit eine neue Ausstrahlung und lädt zu traditionellen und neuen Nutzungen ein.



























