Drogenhändlerbande überführt
Zürich. Die Kantonspolizei Zürich hat in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft in einem aufwändigen Ermittlungsverfahren eine Drogenhändlerbande und deren Hauptangeschuldigte überführt.
Im Verlaufe des Verfahrens wurden insgesamt 41 Personen in die Ermittlungen miteinbezogen und Kokain, Marihuana sowie Lidocain und mehrere Waffen sichergestellt.
In einem seit September 2007 geführten Ermittlungsverfahren konnten der Drogenhändlerbande zahlreiche Straftaten nachgewiesen werden. Die mehrheitlich aus dem ehemaligen Jugoslawien stammenden Mitglieder der Bande waren vor allem im Raum Winterthur und Zürich in wechselnder Zusammensetzung tätig. Nachdem im Mai 2008 ein damals 21-jähriger Türke durch Bandenmitglieder bei einer Auseinandersetzung in einem Tanzclub in Zürich-Oerlikon schwer verletzt worden war, kam es bereits kurz nach der Tat zur Verhaftung des Hauptangeschuldigten und seiner nächsten Komplizen.
Die Bande hatte sich unter anderem auf Betrug im Betäubungsmittelhandel spezialisiert. Es gelang ihr mit zum teil raffiniertem Vorgehen andere Händler zu täuschen und von ihnen Drogen zu erlangen, entweder ohne dafür zu bezahlen oder die Bezahlung erfolgte mit eigens aus Italien eingeführten, gefälschten Euronoten. Sie verkauften darüber hinaus auch regelmässig und in grossen Mengen das rezeptpflichtige Medikament Lidocain als Kokain. Dabei schreckten sie nicht davor zurück, andere Drogenhändler oder Drogenkonsumenten, aber auch weitere Personen unter Einsatz von Waffengewalt oder verbal zu bedrohen, zu erpressen oder gar körperliche Gewalt einzusetzen. Sie werden sich daher auch wegen bewaffneten Raubes, Erpressung, Nötigung und Drohung – mehrheitlich in Verbindung mit Drogendelikten – zu verantworten haben, welche sie in der Zeitspanne von Sommer 2007 bis Mai 2008 verübt hatten.
Dem Kopf der Bande, ein 28-jähriger Mann aus dem Kosovo, wird neben Betrugs- Geldfälschungs- und Gewaltdelikten der Handel mit über eineinhalb Kilogramm Heroin und Kokain sowie ebenfalls in grossen Mengen Marihuana, Ecstasy und dem Medikament Lidocain angelastet. Die Drogen und Medikamente wurden mit einem Gewinn von rund 150’000 Franken umgesetzt. Der Hauptangeschuldigte pflegte einen „gehobenen“ Lebensstil und verkehrte in Clubs, Bordellen, Casinos und Nachtlokalen. Obwohl ihm sein Führerausweis bereits im Jahr 2007 entzogen wurde, sass er regelmässig selber am Steuer seiner Luxuslimousine. Einer regulären Erwerbstätigkeit ging er nur sporadisch nach.
Bei den weiteren Mittätern handelt es sich mehrheitlich um Personen aus dem ehemaligen Jugoslawien im Alter von 20 bis 28 Jahren. Weiter um Personen aus der Türkei, Italien und der Schweiz. Sie wohnen in den Kantonen Zürich, Aargau und Schwyz.



























