Drei Millionen Überschuss – Polster für schlechtere Zeiten
AI. Dem Kanton geht es finanziell gut. Die Staatsrechnung 2008 schliesst mit einem Überschuss von 3 Millionen Franken. Damit verfügt der Halbkanton über ein Polster für schlechtere Zeiten.
«Das Ergebnis ist gut», sagte Säckelmeister (Finanzdirektor) Sepp Moser am Mittwoch vor den Medien in Appenzell. Allerdings erwarte auch Appenzell Innerrhoden schlechtere Zeiten. «Die Wirtschaftskrise wird nicht an uns vorbeigehen», sagte Moser.
Der Jahresabschluss 2008 könne nicht mit der Rechnung des Vorjahres verglichen werden, sagte der Säckelmeister. Grund ist die Neugestaltung des Finanzausgleichs und der Aufgabenteilung zwischen
Bund und Kantonen(NFA).
Bei einem Ertrag von 137,5 Millionen und einem Aufwand von 134,5 Millionen Franken schliesst die Verwaltungsrechnung um 1,8 Millionen Franken schlechter ab als budgetiert. Allerdings sei dieses Ergebnis wegen Rückstellungen für den alten Finanzausgleich von knapp 4 Millionen verzerrt, sagte Moser.
Hoher Selbstfinanzierungsgrad
Die Ausgaben für Investitionen (ohne Abwasser und Strassen) belaufen sich auf 6 Millionen Franken. Die Nettoinvestitionen betragen 5,6 Millionen Franken. Der Selbstfinanzierungsgrad von Appenzell Innerrhoden beträgt 157 Prozent.
«Dank des guten Ergebnisses konnten wir sämtliche Investitionen von 10 Millionen Franken aus der laufenden Rechnung finanzieren», sagte Moser.
Höhere Abschreibungen
Wesentlich mehr aufgewendet hat Innerrhoden insbesondere für Abschreibungen (4,5 Millionen Franken). Die Rückstellungen sind nötig, um die Infrastruktur zu erhalten.
Höher als erwartet waren zudem die Beiträge an Sonderschulen und Fachhochschulen. Mehr gekostet haben auch Spitalaufenthalte ausserhalb des Kantons.
Die Steuereinnahmen flossen um 1,45 Millionen Franken reichlicher als erwartet. Höher ausgefallen sind auch die Aktivzinsen (409 000 Franken). Auch Bundes- und Verrechnungssteuern flossen um 860 000 Franken reichlicher, als erwartet.



























