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Drei Kandidaten für zwei Sitze

Herdern. An einer Wählerversammlung wollten gegen 40 Stimmberechtigte der Politischen Gemeinde Herdern einen persönlichen Eindruck gewinnen von den drei Kandidaten für die zwei frei werdenden Sitze im Gemeinderat.

Am 24. Februar finden in Herdern Ersatzwahlen für zwei Gemeinderatssitze statt. Doris Witzig, Lanzenneunforn, hatte ihren Rücktritt auf Ende 2007 eingereicht und Stefan Hilzinger, ebenfalls Lanzenneunforn, auf Ende Mai 2008. Exakt einen Monat vor der Wahl präsentierten sich die drei Kandidaten an einer Wählerversammlung im Landenbergsaal von Schloss Herdern und stellten sich den Fragen eines erfahrenen Politikers: Edi Minder, ehemaliger Steckborner Stadtammann und Kantonsrat moderierte den Abend. Er befragte die Kandidaten über ihre Stärken, ihre Flexibilität und Verfügbarkeit. Er forderte sie auf, ihre Meinung zu äussern zu Fragen, welche die Gemeinde betreffen, wie etwa Wachstum, Infrastruktur, Steuerfuss, die Beziehung zwischen den Gemeindeteilen Herdern und Lanzenneunforn oder das Streben nach grösseren politischen Einheiten.

In Lanzenneunforn aufgewachsen
Als erster stellte sich Ueli Marti vor. Der 26-Jährige ist in Lanzenneunforn aufgewachsen. Seine Eltern bewirtschaften den Schweikhof. Nach der Sekundarschule in Hüttwilen absolvierte er eine landwirtschaftliche Lehre, welche er im Arenenberg abschloss. In Frauenfeld erwarb er die Matura für Erwachsene und studiert nun in St. Gallen Wirtschaft und Recht. Er wohnt gegenwärtig in Müllheim. In naher Zukunft möchte er den elterlichen Betrieb in Lanzenneunforn übernehmen. Er findet es wichtig, dass dieser Gemeindeteil wenn möglich zwei Vertreter im Gemeinderat stellt. Er ist für ein moderates Wachstum, Bürgernähe und eine gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr.

Sachlich politisieren
Tom Schmid, 43 Jahre alt, wohnt mit seiner Familie seit Juli 2007 in Lanzenneunforn. Seine Motivation für die Kandidatur: Als Vater des siebenjährigen Jonatan möchte er die Geschicke der Gemeinde mitbestimmen. Mit seiner Ausbildung zum Wirtschafts-Informatiker, und zusätzlich in Betriebswirtschaft, ist er als Unternehmensberater mit eigener Firma tätig. Zu seinen Kunden zählen vor allem KMU, vereinzelt auch Grossunternehmen. Im Gemeinderat würde er seine Erfahrungen in Teamarbeit einbringen können. Parteilos und konfessionslos, schätzt er sich als Person ein, welche sachlich und wertneutral an die Dinge herangeht. Seine Meinung zu grösseren politischen Einheiten: Das Milizsystem bei den Gemeindebehörden stosse an seine Grenzen und müsste durch professionelle Strukturen ersetzt werden.

Leitbild verwirklichen
Franz Weber kandidierte schon bei den letzten Gemeinderatswahlen im März 2007, als sich drei Kandidaten für nur einen frei werdenden Sitz bewarben. Er ist 1958 geboren. 1972 zog seine Familie auf einen Bauernhof nach Wilen bei Herdern. Er liess sich bei der Firma Martini in Felben zum Maschinenmechaniker ausbilden und schloss 1986 am Abendtechnikum die Ausbildung zum Maschineningenieur ab. Heute arbeitet er als Technischer Leiter in Entwicklung und Konstruktion bei einer Metallbaufirma mit 107 Angestellten im Zürcher Weinland. Er hat sich in der Arbeitsgruppe für das Leitbild der Gemeinde Herdern engagiert und möchte an dessen Verwirklichung teilhaben. Seinen politischen Standort bezeichnet er »etwas links von der Mitte, dort wo das Herz liegt». Dieses schlägt bei ihm für die Verbindung von Herdern und Lanzenneunforn, für die Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden und für altersgerechtes Wohnen.

ThurgauThurgau / 04.02.2008 - 16:02:00