Drei Hooligans stellen sich der Polizei

Bern. Drei Personen, welche an Ausschreitungen währen des Cup-Finals BSC Young-Boys gegen den FC Sion beteiligt waren, haben sich freiwillig bei der Polizei gemeldet.

Gestützt auf die bildliche Veröffentlichung von Personen, welche vor, während und nach dem Cup-Final zwischen dem BSC Young-Boys und dem FC Sion vom Mittwoch, 20. Mai, mutmasslich schwere Straftaten begangen haben, sind bei der Kantonspolizei Bern mehrere Meldungen eingegangen. Einige der abgebildeten Personen haben sich selber gemeldet. Sobald die Identität einer Person zweifelsfrei feststeht, wird ihr Bild vom Netz genommen.

Die Untersuchungsbehörden sind im Besitz von umfangreichem Filmmaterial, welches laufend ausgewertet wird. Bei den im Internet aufgeschalteten Bildern handelt es sich um Standbilder aus diesem Material. Auf den Filmen ist in jedem einzelnen Fall ersichtlich, welche mutmasslich strafbaren Handlungen von den betreffenden Personen ausgeführt wurden.

Die Veröffentlichung mutmasslicher Straftäter im Internet hat in der Öffentlichkeit unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. Nebst zahlreichen positiven Äusserungen wurde auch Kritik laut. Dabei wurden Zweifel geäussert, ob es sich beim Abbrennen von pyrotechnischen Produkten um eine schwere Straftat handle. Mitunter wurde zum Vergleich der 1. August herangezogen.

Aus Sicht der Untersuchungsbehörden ist ein solcher Vergleich nicht haltbar. Grund: Im Unterschied zum Nationalfeiertag werden an Fussballspielen Pyrotechnika inmitten einer grossen Menschenmenge gezündet, ohne dass Umstehende im Notfall eine Fluchtmöglichkeit haben.  

Die Kantonspolizei hat am Cupfinal Fackeln sichergestellt, die eine Länge von 17 und einen Durchmesser von 2,5 Zentimeter aufweisen,  die gemäss dem Hersteller ausschliesslich als Notsignal im Bereich Seefahrt verwendet werden dürfen. Die in den Fansektoren abgebrannten Fackeln erreichen Temperaturen von bis zu 2000 Grad Celsius und lassen sich – einmal gezündet – nicht mehr löschen. Damit ist klar, dass solche Feuerwerkskörper ein sehr grosses Gefährdungspotenzial haben.  

Die Kantonspolizei Bern bittet Personen, welche Angaben zu den abgebildeten Personen (Link auf der Webseite www.police.be.ch) machen können, sich mit ihr in Verbindung zu setzen. Telefonnummer 031 634 41 11. 

Bern / 02.06.2009 - 15:50:02
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