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Doch noch Happy-End für Heiden?

Heiden. Endlich: Dank einem Gerichtsentscheid im aargauischen Würenlos kann auch Heiden wieder hoffen. Nach 17 Jahren Hin-und-Her könnte es mit der Sportanlage doch noch klappen.

Am 23. September 1990 sagten die Einwohner Heidens klar Ja zu einem Kredit über 1,88 Millionen Franken für den Bau der Sportanalage «Langmoos». Nachdem das Verfahren wegen Nachbarn die sich querstellten über Jahre hinweg verzögert wurde, könnte es nach langem Hin-und-Her jetzt vielleicht doch noch ein Happy-End für den Sportplatz geben.

Denn: Zwar hat die Gemeinde Heiden die Mehrzweckanlage Langmoos bereits vor 17 Jahren angefangen zu planen und 1994 wurde auch das Gesuch für die Baubewilligung eingereicht. Doch heute, Jahre nach der Einreichung, gibt es auf dem Langmoos weder eine 400-Meter-Rundbahn, noch eine Weitsprunganlage, von einem Fussballplatz ganz zu schweigen. Nein – noch nicht einmal der Spatenstich wurde vollzogen.

Der Grund für die lange Verzögerung in Heiden waren Nachbarn, die über das Bauprojekt in ihrer Nähe, und mit der damit verbundenen Belebung des Quartiers, gar nicht erfreut waren. Der Fall zog sich bis vor das Ausserrhoder Verwaltungsgericht – für Heiden sah es nicht sehr gut aus. Nachdem im aargauischen Würenlos jetzt aber das Bundesgericht in einem sehr ähnlichen Fall zu Gunsten der Sportanlage entschieden hat, kann auch Heiden wieder hoffen. Gemeindepräsident Norbert Näf hofft jetzt, dass nach 17 Jahren endlich wieder Bewegung in den Fall der Sportanlage Langmoos kommt.


Gemeindepräsident Norbert Näf: «Freude war riesengross»
Herr Näf, vor kurzem fiel der Bundesgerichtsentscheid im Fall der Sportanlage Würenlos. Was bedeutet dieses Urteil für Ihren eigenen Fall?
Für Heiden bedeutet dieser Entscheid unheimlich viel, denn jetzt wissen wir: Was das Verwaltungsgericht Ausserrhoden im Fall unserer Sportanlage entschieden hat, ist nicht haltbar.

Was haben Sie auf Grund dessen für weitere Schritte geplant?
Als nächstes werden wir über unseren Anwalt das Ausserrhoder Verwaltungsgericht auffordern, auf einen damaligen Zwischenentscheid zurückzukommen und die Baubewilligung zu erteilen.

Sie sind also zuversichtlich was die Sportanlage Langmoos angeht?
Es wird sich sicherlich nicht von heute auf morgen etwas tun – aber ja, wir sind überzeugt, dass das Bundesgericht mit diesem Urteil ein gutes Zeichen für den Breitensport gesetzt hat und werden darum jetzt auch konsequent die Baubewilligung für das Langmoos anstreben. Es herrscht im Gemeinderat Einigkeit darüber, dass nach Vorliegen des Entscheides die tatsächlichen Bedürfnisse nach Aussensportanlagen mit den Anspruchsgruppen und der Bevölkerung geprüft werden müssen. Allenfalls sind auch kostengünstigere Alternativen denkbar.

Haben Sie schon erste Rückmeldungen aus der Gemeinde auf diese neuste Entwicklung bekommen?
Jawohl, sobald wir vom Entscheid für Würenlos hörten, haben wir den Präsidenten des Fussballclubs informiert. Die Freude war riesengross, man ist erleichtert. Schliesslich ist es wichtig, den Sport in der Gemeinde zu fördern. Wenn die Infrastruktur bei uns – hoffentlich also auch bald in genügendem Mass – vorhanden ist, verlieren wir gute Sportler nicht mehr aus Platzgründen an andere Gemeinden und auch für die Jugend wird der Sport noch attraktiver.

Interview: Sara Burkhard


Weitere Artikel zu diesem Thema:
«’Fall Würenlos›: Neue Hoffnung in Heiden», (31.07.2007)
«Heiden will nicht aufgeben», (30.01.2007)
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«Heiden droht deutsche Vorschrift», (13.12.2006)

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 08.08.2007 - 14:13:00