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Die Weltfinanzmärkte im Umbruch

Weinfelden. Vor rund 160 Personen referierte Folker Hellmeyer am Donnerstagabend im Rahmen eines Börsenapéros des Private Bankings der Thurgauer Kantonalbank.

Börsenapéro der TKB Weinfelden «Die Finanzkrise wird noch bis Mitte des nächsten Jahres anhalten», ist der Chefanalyst der Bremer Landesbank, Folker Hellmeyer, überzeugt.

Folker Hellmeyer tritt regelmässig als Gastkommentator bei der ARD und dem Nachrichtensender N-TV auf. Bereits vor einem Jahr sagte er eine globale Finanzkrise voraus. Er hatte Recht. Und vermutlich wird er erneut Recht haben, wenn er – wie am Donnerstagabend im Thurgauerhof Weinfelden – sagt: «Die globale Finanzkrise dauert weiter an und verstärkt sich tendenziell noch».

Edelmetalle empfohlen
Allerdings, so ist Hellmeyer überzeugt, wird sich die Lage an den Finanzmärkten spätestens Mitte des nächsten Jahres entspannen. Bereits im Mai dürften sich seiner Ansicht nach zumindest die Aktienkurse erholt haben. Sehr positiv sieht der Finanzprofi auch der Kursentwicklung von Edelmetallen entgegen. Diese werden laut Hellmeyer in der nächsten Zeit massiv an Wert gewinnen. «Begreifen Sie die aktuelle Baisse bei den Edelmetallen als Chance», riet er den rund 160 Zuhörerinnen und Zuhörern im Thurgauerhof Weinfelden.

Normaler Zyklus
Weiter empfahl er seinem Publikum nicht alles zu glauben, was derzeit bezüglich dem Zustand der Weltwirtschaft publiziert werde. Gewisse Zahlen gelte es mit Vorsicht zu geniessen und zu hinterfragen. Zurzeit sei vor allem gesunder Menschenverstand gefragt. Auch Panik sei Fehl am Platz. Turbulenzen habe es an den Finanzmärkten immer wieder gegeben. Das sei nichts aussergewöhnliches sondern ein ganz normaler Zyklus, weiss Hellmeyer. «Wenn am Abend die Sonne untergeht, haben Sie auch keine Angst, dass es für immer dunkel bleibt.»

Mehr Anstand nötig
Klare Worte fand Hellmeyer zudem in Bezug auf die Finanzbranche. «Gefragt ist mehr Anstand und weniger Arroganz», fordert der Analyst. Seine markigen, oft mit einer Prise Humor versehenen Aussagen kamen beim Publikum im Thurgauerhof sehr gut an. Dies bewies die Fragerunde am Schluss des Referates. Hellmeyer musste nochmals rund 25 Minuten Red und Antwort stehen. Gelegenheit für ein persönliches Gespräch mit ihm gab es während des Apéros in Anschluss an sein Referat.

ThurgauThurgau / 24.10.2008 - 14:20:00