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Die SVP nominiert Stephan Tobler zum Egnacher Gemeindeammann- Kandidaten

Egnach. Die SVP nominiert Stephan Tobler zum Egnacher Gemeindeammann-Kandidaten.

«Wenn es rein nach dem Leistungsausweis geht, gibt es eigentlich gar keine andere Möglichkeit als Stephan Tobler – er hebt sich gewaltig ab von Matthias Zoller.» Das sagt Edwin Schellenberg, seit etwas mehr als einem Jahr Präsident der Egnacher SVP. Er spricht über jenen Mann, den seine Partei einstimmig für die Nachfolge von Gemeindeammann Markus Schmid und als Gegenkandidaten zum bereits aufgestellten Matthias Zoller (CVP) nominiert hat.

«Im richtigen Augenblick»

Die ersten Kontakte zum heute 52jährigen Stephan Tobler knüpfte für die Ortspartei Moritz Tanner, der wie Tobler für die SVP im Grossen Rat sitzt. «Die Anfrage kam im richtigen Augenblick», erklärte Tobler vor den rund 20 Parteigängern. Dreieinhalb Jahre nach seinem Rücktritt als Gemeindeammann von Roggwil spüre er wieder ein inneres Feuer, sich einer Führungsaufgabe zuzuwenden. Bis zu seinem zehnten Lebensjahr in Dozwil und nachher in Horn auf dem Bauernhof seiner Eltern aufgewachsen, machte Tobler eine Ausbildung zum Grundbuch- und Notariatsbeamten.

Nach einer Tätigkeit als Gemeindeschreiber wurde Tobler 1987 in einer Kampfwahl Gemeindeammann in Roggwil. «Bei einem Podium wurde damals der Vorwurf laut, ich strebte dieses Amt nur als Sprungbrett an», erinnert sich Tobler. Er habe aber den Eindruck, dass er überall dort, wo er gewirkt habe, Dinge zu Ende geführt und mit Ausdauer bearbeitet habe. Seine Stärken sieht er in seiner Ausbildung, seinem Leistungsausweis und seiner Art, wie er auf Leute zugehe.

«Gewohnt zu führen»

Die Erfahrungen als Gemeindeammann wirft Stephan Tobler denn auch für die anstehende Ausmarchung in Egnach in die Waagschale. «Ich bin es gewohnt zu führen», so Tobler, auch mit Verweis auf seine Ausbildung zum Offizier sowie Tätigkeiten an der Spitze des Gemeindezweckverbandes perspektive, von Kommissionen, der Bezirks-SVP sowie der Parteifraktion im Grossen Rat.

Wichtig in der politischen Arbeit auf Gemeindeebene sind ihm drei Punkte: Die Strategie für die nächsten zehn Jahre, Massnahmen zu deren Umsetzung sowie das Controlling. Entscheidend seien die Finanzen. In der Diskussion verwies ein Parteigänger auf die vom Amtsinhaber getätigten kritischen Äusserungen zum Ressortsystem. «Das Ressortsystem ist nichts Schlechtes, man kann die Verantwortung verteilen», sagte Tobler.

Wichtig sei es aber, einen Teambildungsprozess in Gang zu setzen und alle Informationen zusammenfliessen zu lassen. Auf die Frage, inwieweit die Gemeinden von Frauenfeld bevormundet würden, hielt Tobler fest, laut einer Studie sei die Gemeindeautonomie im Thurgau praktisch die höchste schweizweit. Um eine Schnellstrasse komme man wohl kaum herum, so Tobler weiter. Er macht aber keinen Hehl daraus, dass ihn dieser Einschnitt schmerze und er naturgerecht erfolgen müsse.

Teilzeit per 1. Oktober

Er sei sich bewusst, dass nach einer Wahl die Verlegung des Wohnsitzes von Roggwil nach Egnach anstehen würde, sagte Stephan Tobler weiter. Da er ein Haus in Roggwil habe, glaube er nicht, dass dies schon auf den ersten Tag seines allfälligen Amtsantrittes möglich wäre. Mindestens im Teilzeitamt könnte Tobler per 1. Oktober anfangen – «ich gehe davon aus, dass ich Anfang 2009 zu 100 Prozent verfügbar wäre.»

ThurgauThurgau / 16.07.2008 - 09:39:00