Die SP Thurgau auf neuen Pfaden
Weinfelden. Am Parteitag sprach sich die SP Thurgau einstimmig gegen die KMU-Steuerreform aus. Die Partei hat andere Schwerpunkte auf ihrer Prioritätenliste.
Kantonalpräsident Peter Gubser durfte sich über das grosse Interesse am Parteitag der SP Thurgau freuen. Laut der Ausgabe des «Thurgauer Tagblattes» nahmen rund 80 Personen am Anlass teil. Nicht zuletzt stand der 37-jährige Freiburger Nationalrat Christian Levrat im Mittelpunkt. Er gilt gegenwärtig als einziger Kandidat für die Nachfolge von SP-Chef Hans-Jürg Fehr.
Im Mittelpunkt des Interesses stand die Unternehmenssteuerreform. FDP Kantonsrätin Heidi Grau vertrat dabei die Pro-Seite der Reform. Damit könne eine wirtschaftliche Doppelbelastung gemildert werden. Zudem sollen sich weitere positive Nebeneffekte zugunsten von Klein- und Mittelunternehmen auswirken. und die Anrechnung der kantonalen Gewinn- an die Kapitalsteuer erzielt werden. 140’000 Betriebe sollen davon profitieren.
Christian Levrat, SPS-Präsident, vertrat bei dieser Versammlung die Kontra-Seite. Wie die Ausgabe des «Thurgauer Tagblattes» berichtet, setze er sich dafür ein, dass das Geld aus dieser «Sonderregelung» mehr in Projekte der Familienpolitik fliessen müsste. Die Sozialdemokraten seien einstimmig gegen die Unternehmenssteuerreform.
Levrat sprach zudem die vergangen Wahlen an, welche zur schlimmsten Niederlage seit dem zweiten Weltkrieg gehören. Der SPS-Präsident nannte die Megatrends der Gesellschaft und den immensen Fokus auf Christoph Blocher als Gründe. Nun müssen die Sozialdemokraten über die Bücher gehen – um bei den Wahlen 2011 wieder zu den Seigern zu gehören.
Nun stehen für die SP Thurgau drei Kernfragen im Zentrum: Die soziale Frage, die Verteilungsfrage sowie die ökologischen Fragen.



























