Die Schmuggelbilanz 2008
SH/TG. Zoll und Grenzwachtkorps haben im Jahr 2008 in den Kantonen Schaffhausen und Thurgau mehr Waren abgefertigt als im Vorjahr und dabei Rekordeinnahmen erzielt.
Das Zollinspektorat Schaffhausen weist für das Jahr 2008 Einnahmen in Höhe von rund 1389 Millionen Franken aus. Das entspricht 5,55 Millionen Franken pro Arbeitstag und ist eine Zunahme von 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie die Zollkreisdirektion Schaffhausen am Donnerstag vor den Medien mitteilte.
Sicherheit des Schwerverkehrs kontrollieren
Gestiegen sind die Einfuhrabfertigungen um 5,9 Prozent und die Transitabfertigungen um 7,9 Prozent. Einen leichten Rückgang um 0,7 Prozent gab es bei der Ausfuhr. Zugenommen hat auch der grenzüberschreitende Lastwagenverkehr. Die Einfahrten in die Schweiz stiegen um 2,1 Prozent, die Ausfahrten um 1 Prozent.
Seit dem Jahr 2005 kontrolliert der Zoll verstärkt die Sicherheit des Schwerverkehrs. Besonders häufig seien die Fahrzeuge zu lang oder zu hoch, sagte Zollinspektor Kurt Wyss. Aber auch die Sicherung der Ladung sei oft mangelhaft.
Ausserdem ziehen die Zöllner immer wieder Lastwagen mit technischen Mängeln aus dem Verkehr. So sind die Reifen total abgefahren, die Bremsscheiben defekt oder die Fahrzeuge in schlechtem Zustand.
Auch Reparaturarbeiten werden geschmuggelt
Bei entsprechendem Verdacht gehören auch Alkoholkontrollen zu den Aufgaben des Zolls. Bei 142 Kontrollen im Jahr 2008 am Grenzübergang Thayngen hatten 19 Fahrer zwischen 0,5 und 0,8 Promille im Blut, zehn Fahrer lagen bei 0,8 bis 2,0 Promille und zwei Fahrer darüber. Der Spitzenwert betrug 2,85 Promille.
Durch den Beitritt zum Schengen/Dublin-Abkommen sei die Arbeit für die Mitarbeitenden abwechslungsreicher aber auch anspruchsvoller geworden, so das Kommando der Grenzwachtregion II. Vermehrt sind die Grenzwächter nun auch mobil unterwegs, ausserdem können sie das Schengener-Informationssystem (SIS) nutzen.
Geschmuggelt werden nach wie vor Lebensmittel, vor allem Fleischwaren, aber auch Brillen und Bekleidung. Doch die Zöllner sind nicht nur Waren auf der Spur. Zunehmend werden auch Service- und Reparaturarbeiten an Fahrzeugen nicht versteuert.



























