Die Luftqualität im Jahr 2007
Die Luft war im vergangenen Jahr weniger stark belastet als 2006. Trotzdem wurden die Grenzwerte für Feinstaub PM10, Stickstoffdioxid und Ozon im Ostluft-Gebiet auch 2007 überschritten.
Verbesserungen der Luftqualität wie in den 90er Jahren sind im neuen Jahrtausend nicht mehr festzustellen. Ungünstige Witterungsverhältnisse führten zu Feinstaub-Spitzenwerten in den Wintermonaten und hohen Ozonbelastungen im April und Juli. In Strassennähe enthält die Atemluft besonders viel Russ. Um unerwünschte Beeinträchtigungen der Gesundheit und die Versauerung der Böden zu vermindern, muss der Schadstoffausstoss weiter gesenkt werden.
2007 wurden in St.Gallen und Zürich-Schwamendingen gleich viele Tage mit Überschreitungen des Stickstoffdioxid-Grenzwertes gezählt wie 2002. Dieses Beispiel zeigt, dass heute nicht mehr von einem Trend zu besserer Luftqualität gesprochen werden kann. Günstige Wetterverhältnisse haben zwar ermöglicht, dass an einigen Orten der Jahres-Grenzwert für Feinstaub eingehalten wurde, wo er 2006 noch überschritten war. Aber noch immer atmet z. B. ein Drittel der Ostschweizer Bevölkerung zu viel Feinstaub ein. Die Folge davon sind Reizungen der Atemwege, häufigere Bronchitis und verzögerte Heilungsprozesse. Ein besonders kritischer Schadstoff ist der Russ, der als krebserzeugend gilt und seit kurzem gesondert gemessen wird. Die höchsten Russ-Belastungen traten in Verkehrsnähe auf, und dort besonders an Werktagen, an denen viele Lastwagen unterwegs sind. Die Schweiz kennt keinen Russ-Grenzwert, es gilt das Minimierungsgebot. Der Richtwert der deutschen Bundesländer von 1.5 ?g/m3 wurde jedoch deutlich überschritten. Die Zunahme von Dieselfahrzeugen auf unseren Strassen wirkt sich neben dem Russausstoss auch negativ auf die Entwicklung der Luftbelastung durch Stickstoffdioxid (NO2) aus.
Die Messungen bestätigen die hohe Priorität, die den Massnahmen zur Russminderung bei Dieselmotoren und Holzfeuerungen eingeräumt wird. Notwenig wäre auch eine deutliche Verminderung des Stickoxidausstosses (Entstickung, DeNox) bei allen Dieselfahrzeugen.
Bei der Feinstaubbildung aber auch bei der Versauerung von Böden durch übermässigen Stickstoffeintrag sind die Ammoniakverluste in die Luft beteiligt. Dieser Schadstoff wird vor allem in ländlichen OSTLUFT-Gebieten seit mehreren Jahren gemessen. Ammoniak stammt hauptsächlich aus der Nutztierhaltung. Je intensiver die landwirtschaftliche Bewirtschaftung, desto höher sind die gemessenen Werte. Ein positiver Trend über die letzten Jahre ist auch hier nicht auszumachen.
Auf der Homepage von OSTLUFT finden Sie im News-Bereich Ergänzungen und Links zum vollständigen Bericht: www.ostluft.ch



























