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Die Kunst der guten Ernährung

Herisau. Am letzten Donnerstag veranstaltete die Spitex Herisau ihren alljährlichen Vortrag zu einem Thema der gesunden Lebensführung.

Aus westlicher Sicht erklärte Frau Sandra Zeugin, dipl. Ernährungsberaterin aus Altstätten die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Ernährungsmedizin. In ihren Ausführungen erklärte sie das Modell der Ernährungspyramide, welche eine Basisernährung mit täglichem Konsum von frischen, saisonalen Gemüsen, Früchten und Getreide, sparsamen Genuss von Fleisch, Kohlehydraten und Fetten sowie zurückhaltenden Genuss von Süssigkeiten umfasst. Besonderen Wert legte sie auf eine genügende Trinkmenge von zirka 1,5 Liter (inkl. Kaffee) pro Tag.

Zur Ergänzung des westlichen Ernährungswissens referierte anschliessend Frau Eve Rüegg, Naturärztin in Traditionell Chinesischer Medizin (TCM) in der Praxis Brunnenhof in Herisau, von der über viele Jahrhunderte weiterentwickelten, sehr differenzierten Ernährungslehre der TCM.

Im Vordergrund stand dabei das Sinnliche, das jedem Nahrungsmittel eine ganz bestimmte Wirkung zuschreibt (warmes Essen wärmt, Gewürze unterstützen direkt die Stimmungslage der Kostgänger, etc.). Gezielt könnten durch bestimmte Nahrungsmittel oder Zubereitungsformen geschwächte Organsysteme gestärkt werden, was bei Unwohlsein oder auch Krankheiten oftmals erstaunliche Verbesserungen des Wohlbefindens zu bewirken vermöge. Interessant ist das Erfahrungswissen, dass für gewisse Nahrungsmittel bestimmte Tageszeiten eine optimale Verwertung garantieren. Überraschend war auch die Beobachtung, dass viele Empfehlungen der TCM oftmals den Kochkünsten unserer Grossmütter entsprachen. Bei der Vorstellung einzelner Menus nach der chinesischen Ernährungslehre zeigte sich auch, dass gesunde Ernährung nicht Körnlipicken, sondern leidenschaftliches und sinnliches Kochen und Essen bedeutet.

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 30.04.2008 - 14:40:00