Die in Trogen lebende Autorin wird 80 – Matinee am 19. April
Trogen/AR. Am Sonntag 19. April findet im Obergerichtssaal Trogen eine Feier zum 80. Geburtstag der Schriftstellerin Helen Meier statt.
Die Festrede hält der Verleger Egon Ammann, dessen Zürcher Verlag das Werk von Helen Meier betreut und publiziert. Regine Weingart und Arnim Halter von „Parfin de siècle“ lesen aus neuen Texten der Autorin. Musikalisch umrahmt wird der Anlass vom Quintett des Appenzeller Kammerorchesters.
Helen Meier zählt zu den wichtigsten Schweizer Autorinnen und Autoren. 1984 erschien ihr erster Band mit Erzählungen «Trockenwiese». Zusammen mit dem Auftritt am Ingeborg Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt machte dies die Schriftstellerin schlagartig bekannt. Seither entstand ein beeindruckendes erzählerisches Werk. Dazu gehören die Romane «Lebenleben» (1989) und «Die Novizin» (1995), zahlreiche Erzählbände ( «Das einzige Objekt in Farbe», «Das Haus am See», «Nachtbuch», «Letzte Warnung», «Liebe Stimme» und zuletzt «Schlafwandel» 2006) oder die dokumentarisch gefärbte, eng mit Trogen verbundene Erzählung „Adieu Herr Landammann“ über Jacob Zellweger-Zuberbühler (Herisau 2001).
Helen Meier ist ausserdem als Theaterautorin hervorgetreten. «Die gegessene Rose» wurde 1996 am Theater St.Gallen uraufgeführt, im Innenhof des Fünfeckpalastes Trogen wurde 2002 ihr Stück «Die Vereinbarung» inszeniert. Das St.Galler Theater Parfin de siècle spielte ihre Bühnentexte «Janus» (2004) und «Heute» (2007).
Für ihr Schaffen ist die Autorin vielfach ausgezeichnet worden. Unter anderem erhielt sie im Jahr 2000 den Droste-Preis und 2001 den grossen Kulturpreis des Kantons St.Gallen. Helen Meier hat sich auch über Jahre für die Ausserrhodische Kulturstiftung engagiert als Mitglied der Arbeitsgruppe Literatur, Theater und Tanz.
Zur Feier im Obergerichtssaal ist das Publikum herzlich eingeladen. Sie beginnt am 19. Mai um 11 Uhr, anschliessend offeriert die Ausserrhodische Kulturstiftung einen Apero. (pd)



























