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Die Haustierflüsterinnen

Herisau. Damit die Haustiere im Alltagsstress ihrer Besitzer nicht zu kurz kommen, gibt es jetzt einen Tierli-Dienst, der sich um die alleingelassenen Tiere kümmert.

Wer kennt das nicht: Man kommt nach einem langen und stressigen Arbeitstag nach Hause und möchte nur noch seine Füsse hochlegen und entspannen. Das Nörgeln des Chefs vergessen, das Klingeln des Telefons aus dem Kopf bringen und einfach seine Ruhe haben.

Doch da hat man die Rechnung meist ohne sein Haustier gemacht, welches schon munter zuhause auf sein Herrchen wartet und einem viel Aufmerksamkeit abverlangt. Wer sich nun nicht mehr vom Sofa aufrappeln möchte, um mit dem Hund spazieren zu gehen, kann diese zeitraubende Aufgabe dem Tierli-Dienst abgeben.

Die Idee in die Realität umsetzen
Der Tierli-Dienst in Herisau wurde von Francis und Yvonne Schiess ins Leben gerufen. «Die Idee ging mir schon lange durch den Kopf. Ich selbst bin aus Holland und dort sind solche Angebote viel etablierter als in der Schweiz. Da ich selbst Hunde habe, die ich betreuen muss, entstand die Idee, selbst einen Tierli-Dienst zu eröffnen» erklärt Francis Schiess, Geschäftsführerin der Institution.

Nun steht das Konzept des Tierli-Dienstes schon seit Oktober 2007 und die zwei Geschäftsfrauen können eine gute Bilanz ziehen. «Die Nachfrage ist gut. Wir haben manchmal allein schon drei bis vier Hunde pro Woche, dazu kommen noch Katzen und Nagetiere. Doch die Anzahl variiert von Woche zu Woche», wie Schiess erläutert.

Die Angebote des Tierli-Dienstes sind ganz auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden abgestimmt. So werden die Tiere auf Wunsch bei den Besitzern abgeholt und anschliessend wieder heimgebracht. «Häufig sind es gestresste Geschäftsleute, die froh sind, wenn sie ihre Haustiere in guter Obhut wissen. Doch der Service wird auch von kranken Menschen genutzt, denen es nicht möglich ist, ihre Tiere selbst zu versorgen», so Schiess. «Uns ist es sehr wichtig, dass die Tiere viel Freiraum haben, so kommt kein Tier in Zwingerhaltung. Entweder halten sie sich in der Wohnung oder sonst im Park oder Garten auf» so Schiess weiter

«Sich gegenseitig beschnuppern»
Das Kennenlernen zwischen Tier und Betreuerin ist ganz entscheidend für die weitere Betreuung, deshalb gibt es bei neuen Kunden einen klaren Ablauf: Als erstes geht die Betreuerin zu den Besitzern nach Hause und lernt das Tier in seiner gewohnten Umgebung kennen.

Auf diese Weise kann sich das Tier auf seine neue Kontaktperson einstellen. Später folgt dann ein Probespaziergang, dabei wird genau beobachtet wie das Tier auf eventuelle Störfaktoren reagiert, wie zum Beispiel auf Jogger, Velofahrer oder auf die weiteren Hunde in der Gruppe. Gibt es keine Probleme, so steht einer Zusammenarbeit mit dem Tierli-Dienst nichts mehr im Wege und man kann abends beruhigt in seinem Lieblings Buch schmökern oder sich von der Flimmerkiste berieseln lassen.


Wehr Interesse hat, kann sich auf www.tierli-dienst.ch mit den Geschäftsführerinnen in Kontakt setzen oder sich noch weiter informieren.

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 27.02.2008 - 07:40:00