Die erste Frau auf dem Chefsessel
Appenzell. Seit 2001 präsidiert Eveline Rechsteiner den Turnverein Appenzell und ist damit die erste Frau, die dieses Amt ausübt. Ende April gibt sie das Präsidium ab.
Eveline Rechsteiner ist bereits seit 1996 Mitglied im Handballclub. Einige Jahre später, im Jahre 2001, wurde sie schliesslich von den Verantwortlichen angefragt, ob sie das Amt der Präsidentin übernehmen wolle. Ihre Zusage war ein Meilenstein in der Geschichte des Turnverein Appenzell: Eveline Rechsteiner ist die erste Frau, die seit der Vereinsgründung vor 125 Jahren das Präsidium übernahm.
Keinerlei Probleme
«Ich bin zwar die erste Frau als Präsidentin; Probleme hatte ich damit jedoch nie», betont Rechsteiner. Sie hätte stets viele liebe Menschen kennengelernt und falls nötig, Hilfe erhalten. Hier sieht sie auch den Vorteil eines solchen Amts: «Aus den Bekanntschaften haben sich nicht selten Freundschaften entwickelt und das Beste ist; ich habe überhaupt keine Schwierigkeiten mehr, vor grossem Publikum zu stehen.» Auch für sich selber habe sie während ihrer Amtszeit viel gelernt. Zu den schönsten Erlebnissen zählt die 35-jährige Mutter von drei Kindern die 125 Jahr-Feier mit dem Behindertenwohnheim, verschiedene Delegierten- sowie Studentenveranstaltungen.
Tabak- und Alkoholkonsum
Natürlich muss sich eine Präsidentin auch mit vielen Problemen auseinandersetzen. Während ihrer Amtszeit musste sie sich mit Angelegenheiten wie beispielsweise dem Tabak- und Alkoholkonsum im Trainingslager kümmern. So mussten dann Regelungen gefunden werden, die beiden Parteien entsprachen. «Wir haben uns damals gemeinsam an einen Tisch gesetzt und eine Lösung gefunden», erinnert sich Rechsteiner, «es war wichtig, eine gute Lösung zu finden; der Verein ist schliesslich ein Aushängeschild.» Die Appenzellerin hat sich immer, egal um welches Problem es ging, um Lösungen bemüht. Etwas anderes hätte ihr Ehrgeiz gar nicht zugelassen, wie sie sagt.
Ende April legt Rechsteiner ihr Amt nach sechs Jahren nieder. «Ich habe noch sonstige Verpflichtungen und finde, neuer Schwung muss her.» Sie wird weiterhin in der Sportkommission und in der Marketingabteilung des Handballs tätig sein.



























