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Die Brücke – Eine Chance für Jugendliche

AR. Bereits zum zweiten Mal startet das Projekt «Brücke Appenzell Ausserrhoden». 50 Jugendliche nehmen daran teil.

Am Montag startete das Projekt «Brücke Appenzell Ausserrhoden» in sein zweites Jahr. Wiederum wurden mehr als 50 Jugendliche aufgenommen, die nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit noch keine berufliche oder schulische Anschlusslösung fanden.

Projektleiter Stefan Gantenbein schaut auf ein erfolgreiches erstes Jahr zurück. Von den 53 Jugendlichen, die im August 2006 in die Brücke Auasserrhoden eingetreten sind, haben heute 44 Jugendliche eine klare berufliche Perspektive.

– 35 Jugendliche haben einen Lehrvertrag.[space] – 5 Jugendliche treten direkt in eine Arbeitsstelle ein.[space] – 4 Jugendliche treten ein Praktikum mit klarer Option auf eine Lehrstelle an.[space] – 9 Jugendliche haben innerhalb der Brücke AR keine Lösung gefunden.

Die Erfolgsquote von 83% ist sehr erfreulich und zeigt, dass die Brücke Aausserrhoden die Erwartungen erfüllt. Für 17% der Jugendlichen konnte auch in der Brücke Ausserrhoden keine Lösung gefunden werden. Sie wurden an andere Institutionen weitervermittelt.

Der Erfolg der Brücke hat verschieden Ursachen:[space] Erstens kann der Projektleiter Stefan Gantenbein zurückblickend bestätigen, dass die Jugendlichen motiviert und mit hohem Engagement sich um ihre berufliche Perspektive kümmerten.

Zweitens nimmt die Wirtschaft ihre Verantwortung im Dienste der Berufsbildung Jugendlicher wahr. Projektleiter Stefan Gantenbein stiess von allem Anfang an bei den Betrieben im Kanton und in der Region auf grosse Bereitschaft und grosses Engagement, damit jedem Jugendlichen der Brücke Aausserrhoden ein Praktikumsplatz zugewiesen werden konnte.

Drittens haben der Projektleiter und sein Team mit hohem Einsatz gute Arbeit geleistet. In kurzer Zeit wurden Jugendliche gezielt vorbereitet, begleitet und beraten.

Viertens hat die Regierung von Appenzell Ausserrhoden durch die Bewilligung dieses Pilots einem Konzept zugestimmt, das diesem Erfolg als Basis dient.

Neu sind wiederum mehr als 50 Jugendliche in die Brücke für das Schuljahr 2007/2008 eingetreten. In der Leitung der Brücke AR sind keine und im Lehrerteam nur geringfügige personelle Veränderungen zu verzeichnen. Am bewährten Konzept wird grundsätzlich festgehalten.

Die Jugendlichen werden nun während eines Jahres eineinhalb Tage pro Woche die Schule in drei Niveauklassen besuchen. Kernfächer sind Deutsch, Mathematik und Allgemeinbildung. In der Allgemeinbildung werden inhaltlich Schwerpunkte gesetzt; in einer ersten Phase stehen Berufswahlvorbereitung und Berufsorientierung im Vordergrund. Dazu gibt es ein Wahlfachangebot in den Bereichen Englisch, Französisch und Geometrie sowie einen Deutsch-Grundkurs für fremdsprachige Jugendliche.

Im schulischen Teil wird darauf geachtet, dass ein reibungsloser Anschluss an die Vorbildung der einzelnen Jugendliche besteht und sie so möglichst individuell gefördert werden können.

An drei bis vier Tagen wöchentlich absolvieren die Jugendlichen ein Berufspraktikum. Je nach Bedürfnis oder Notwendigkeit können es im Laufe des Brückenjahres bis zu drei verschiedene Praktika sein. Ein Praktikum dauert mindestens vier Monate. Die Länge bestimmt aber der Praktikumsbetrieb. Die im Brückenangebot tätigen Lehrpersonen haben gleichzeitig die Funktion von Coaches. Sie begleiten die Jugendlichen durch ihre praktische Arbeit und entlasten so die Praktikumsbetriebe vor allem im sozialen Bereich.


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Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 15.08.2007 - 14:08:00